Erstellt am 15. August 2012, 00:00

Auswärts machen die Hände das Falsche. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SVM schenkte erneut Punkte her. Bei Aufsteiger Wolfsberg fordert Trainer Franz Lederer mehr.

Abwehrriegel durchbrochen: Lange sah es danach aus, als ob die Mattersburger Abwehrreihen (im Bild Martin Rodler, l.) in Innsbruck halten könnten. Am Ende leitete Wacker-Legionär Marcelo mit dem Ausgleich aber die Wende ein – aufgrund zweier später Treffer siegten die Tiroler doch noch mit 2:1. GEPA/OSTERAUER  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Mattersburg und Spiele außerhalb des eigenen Stadions, das war in der abgelaufenen Saison eine durchaus gelungene Kombination. Bei den bisherigen beiden Antritten in der noch jungen neuen Meisterschaft war die Bilanz hingegen mager – erst das 2:3 bei Meister Salzburg, nun am Samstag das 1:2 beim bis dato punktelosen Letzten Wacker Innsbruck.

Dementsprechend bilanzierte auch Trainer Franz Lederer: „Beim Meister hatten wir die Hand auf dem Punkt drauf – und wir haben sie wieder aufgemacht. In Innsbruck hatten wir sie auf drei Punkten drauf – auch dort haben wir sie wieder aufgemacht. Das darf nicht passieren, es ist vor allem auswärts nicht die runde Geschichte wie beispielsweise im Frühjahr.“

Magerkost statt einer  „schönen Geschichte“

Dabei wäre in Tirol nach der Führung einiges möglich gewesen. Statt die Partie unter Kontrolle zu bringen, schlitterte Grün-Weiß aber mehr und mehr in die Rolle der reagierenden Mannschaft. „Diese Inaktivität gab dann auch den Ausschlag.“ Schade, nicht nur Lederer hätte gerne einen Sieg aus Innsbruck mitgenommen. Auch die Außenwirkung wäre nach vier Runden interessant gewesen, wäre es etwa bei einem 1:0-Erfolg der Burgenländer geblieben. Dann hätte der SVM aufgrund des Torverhältnisses (8:4) sogar die Tabellenführung übernommen. Lederer: „So etwas ist immer eine schöne Geschichte, auch wenn es natürlich nur eine Momentaufnahme gewesen wäre. Aber das gibt Selbstvertrauen und ist im Zuge einer Meisterschaft ein großer Moment, von dem die Spieler zehren können.“

Erzwungene Umstellungen  beim Spiel in Wolfsberg

So bleibt Mattersburg mit sechs Punkten zwar im breiten Mittelfeld der Liga, am Samstag sind die Profis bei Aufsteiger WAC aber nun noch mehr gefordert, um das Punktesammeln nicht aus den Augen zu verlieren und den Anschluss nach oben zu wahren. Lederer will die Antwort seiner Kicker auf die zuletzt speziell nach Wiederbeginn magere Leistung jedenfalls im Praxistest sehen: „Es gibt keine Ausreden oder dergleichen. Alle haben 90 Minuten lang Zeit, um zu zeigen, was los ist.“

Personell wird Nedeljko Malic fehlen. Er musste in Innsbruck verletzt vom Platz. Die Schwellung am Knie ging zwar zurück, zu Wochenbeginn stand aber noch nicht fest, ob es der befürchtete Kreuzbandriss ist oder nicht. In jedem Fall muss der Innenverteidiger aber einige Wochen pausieren.

Ilco Naumoski musste ebenfalls vom Feld, er schlägt sich mit Rückenproblemen herum. Trotzdem sollte einem Einsatz in Wolfsberg nichts im Weg stehen. Fix zuschauen muss Alois Höller. Seine Ampelkarte bedeutet ein Spiel Sperre.