Erstellt am 24. Mai 2016, 09:43

von APA/Red

Oberwart und Wels ermitteln den Meister. Um den jeweils zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte geht es ab Donnerstag (19.30 Uhr, live Sky Sport Austria) zwischen den Gunners Oberwart und dem WBC Wels.

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Die beiden Teams stehen einander erstmals in der Finalserie (Best of five) der Admiral Basketball Bundesliga (ABL) gegenüber. Die Südburgenländer genießen in den Spielen eins und zwei sowie - falls erforderlich - fünf den Heimvorteil.

Oberwart steht zum bereits achten Mal seit 1997 im Finale. Den Titel haben die Gunners freilich nur 2011 (3:2 gegen Gmunden) geholt, sechs weitere Male hatten sie das Nachsehen. Ihre Gesamtbilanz in Finalspielen: 17 Siege, 23 Niederlagen. Der WBC hat zum dritten Mal nach 2006 und 2009 die Endspielserie erreicht. Vor sieben Jahren waren die Oberösterreicher zum bisher einzigen Mal Meister (3:1 gegen Gmunden). Sie halten bei je vier Siegen und Niederlagen in Finalspielen.

Der amtierende Cupsieger Oberwart, nach dem vorzeitigen Aus des Lokalrivalen Güssing Knights als Führender ins Play-off gegangen, muss auf dem Weg zum möglichen ersten Double der Club-Geschichte auch gegen einen "Fluch" ankämpfen. Bei den jüngsten acht Anläufen war der Erste nach dem Grunddurchgang am Ende nämlich nicht Meister. Sieben Mal davon musste sich die "Nummer eins" in der Finalserie geschlagen geben. Gmunden war 2007 das bis dato letzte Teams, das der Rolle als Favorit auch gerecht wurde (3:0 gegen Oberwart).

Die nunmehrigen Finalisten sind in der zu Ende gehenden Saison bisher fünf Mal (inklusive Cup) aufeinandergetroffen. Oberwart führt im Head-to-Head 3:2. In der Meisterschaft gab es interessanterweise ausschließlich Auswärtssiege, im Cup-Semifinale am 23. Jänner setzten sich die Gunners vor eigenem Publikum überlegen 93:58 durch. Zu diesem Zeitpunkt, nach damals 21 Runden, fand sich der WBC freilich noch auf dem vorletzten Tabellenplatz der Liga. Am Ende des Grunddurchgangs (32 Spieltage) war es Rang zwei.

Einziger ABL-Meister im Oberwarter Team ist der 39-jährige Kapitän Jason Johnson. In den Reihen der Welser findet sich mit Davor Lamesic und den damaligen Reservisten Thomas Csebits sowie Erwin Zulic ein Trio, das schon 2009 beim Titelgewinn zur Mannschaft gehörte. Mike Coffin ist zwar ein "Rookie"-Coach in der obersten heimischen Liga, hat aber als Spieler in Kapfenberg viermal in Serie (2001 bis 2004) die Meisterschaft gewonnen. Der wegen einer Knöchelverletzung zumindest für den Finalauftakt fragliche 2,15-Meter-Center Ales Chan darf auf ebenfalls vier Titel in seiner Heimat Tschechien zurückblicken.

Die weiteren Termine der Endspielserie nach Donnerstag: 29. und 31. Mai sowie - falls erforderlich - 3. und 5. Juni.