Erstellt am 31. August 2011, 00:00

Bierbecher gegen Schiri. 2. KLASSE A SÜD / Derby zwischen Mariasdorf und Redl-schlag war voller Emotionen. Schiedsrichter im Mittelpunkt.

Kein Verständnis. Redlschlags Josef Zingl haderte in letzter Zeit öfter mit den Leistungen der Unparteiischen. BAUER  |  NOEN
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VON PATRICK BAUER

Schiedsrichter Franz Fichtinger hat vermutlich schon gemütlichere Sonntagnachmittage erlebt. Im Derby zwischen Mariasdorf und Redlschlag war der Unparteiische im Mittelpunkt – die Begegnung stand kurz vor dem Abbruch.

„Es gab zwei umstrittene Entscheidungen. Eine auf unserer und die andere auf Redlschlager Seite“, erzählt Mariasdorfs Trainer Fritz Kirnbauer. Dies löste bei einigen Redlschlager Fans eine Trotzreaktion aus, einige Bierbecher flogen aufs Spielfeld, wie beide Parteien bestätigen. Kirnbauer: „Sie haben dann Bierbecher reingeworfen und der Schiedsrichter wollte die Partie schon abbrechen.“ Redlschlags Obmann Helmut Wiesinger sagt dazu: „Er ist genug geschimpft geworden. Aber was er gepfiffen hat, geht einfach nicht. Unseren Stürmer Laszlo Tihamer hat er einige Male zu Unrecht zurückgepfiffen, zwei Mal wurde uns ein Hand-Elfmeter vorenthalten. Es ist zwecklos etwas dazu zu sagen, er kann es einfach nicht besser.“ Mariasdorfs Coach Kirnbauer meint: „Die Zuseher haben Hektik ins Spiel gebracht. Aber der Schiedsrichter kann ihnen auch kein Tor schießen und rausgespielte Chancen hatten nur wir.“

Schiedsrichter Heinz Fichtinger wehrt sich in der BVZ: „Das Publikum war eine Katastrophe. Es sind eben 200 Schiedsrichter am Sportplatz gewesen. Sie haben ja schon vor Spielbeginn zu schimpfen begonnen. Als dann zwei Zuseher ins Feld gelaufen sind, habe ich ihnen mit Abbruch gedroht, aber davon hätte keiner was gehabt. “ Zum Glück blieb es bei der Drohung.