Erstellt am 04. September 2013, 00:00

„Brezo“ kann es auch defensiver. 2. Liga Süd / Beim SV Rechnitz geht es nach zwei Siegen wieder bergauf, auch weil Andras Brezovich seine neue Rolle annimmt.

Sieg. Rechnitz kommt langsam in Form. In Kohfidisch konnte man über ein 3:1 jubeln. Brezovich spielte stark. Foto: Bauer  |  NOEN, Bauer
Von Patrick Bauer

Wenn man die Verantwortlichen der verschiedenen Vereine in dieser Woche nach der Überraschung der Runde befragte, hörte man zumeist den Rechnitzer-Auswärtssieg in Kohfidisch. Mit diesem hätte kaum einer gerechnet.

Sogar im Rechnitz-Lager war man überrascht über den guten Auftritt der Mannen, die sich, beim ersatzgeschwächten Titelanwärter, nicht versteckten, sondern konsequent ihre Defensivarbeit verrichteten und mit Karlo Soltic, Jürgen Pfahnl, sowie Marin Nimac überragende Offensivakteure am Platz hatten.

Brezovich, eigentlich der geborene Zehner

Einer hielt den Angreifern dabei den Rücken frei: Andras Brezovich. Als Zehner beeindruckte er mit starker Technik, tollem Auge, gutem Schuss, und allem, was zu einem außergewöhnlichen Freigeist im Mittelfeld dazugehört.

Dies ist aber mittlerweile Geschichte, denn im Sommer verpflichtete man mit Jürgen Pfahnl einen ähnlichen Spielertyp, der zwar andere Fähigkeiten besitzt, dafür offensiv wohl noch einen Tick wertvoller ist. Trainer Peter Farkas stellte „Brezo“ eine Position zurück auf die Sechs.

Nicht immer war der langjährige Legionär mit dieser Rolle zufrieden. Warum, erklärt Pressesprecher Michael Riedler: „Er ist doch ein Offensivgeist“, weiß der Verantwortliche. Zweikämpfe suchen, und die dann auch noch gewinnen, dass gehörte bislang nicht zu den Lieblingsaktivitäten des Ausnahmekickers. Mehr und mehr freundet sich Brezovich aber mit der neuen Rolle an.

„Mittlerweile findet er sich dort hinten auch zurecht“

Gegen Kohfidisch kickte er, laut Riedler, „so stark“ wie noch nie auf dieser Position. Dieses Mal gewann er die Defensivzweikämpfe und leitete mit seiner Übersicht immer wieder schnelle Spielzüge ein. Manchmal zu schnell für seine Mitspieler, die die Räume, die Brezovich sieht, nicht immer teilen.

Und dennoch sagt Riedler: „Mittlerweile findet er sich dort hinten auch zurecht.“ Ein Schmunzeln ist da auch dabei, denn er weiß, lieber würde „Brezo“ weiter vorne spielen. Aber man kann im Leben ja nicht alles haben.