Erstellt am 25. November 2015, 09:52

von Daniel Fenz

Bürger: „Habe mich genug geärgert“. Ernst Bürger beendet seine Trainertätigkeit in Bad Tatzmannsdorf. Bruder und Obmann Manfred Bürger ist erstaunt.

Der Erfolgstrainer sagt Servus. Ernst Bürger zog nun einen Schlussstrich. Foto: Daniel Fenz  |  NOEN, Daniel Fenz

Paukenschlag beim SC Bad Tatzmannsdorf, denn Langzeittrainer Ernst Bürger legte nach dem letzten Saisonspiel gegen den SV Ollersdorf seine Agenden als Chefcoach zurück.

Der Hauptgrund? Die Schiedsrichterleistungen in der abgelaufenen Hinrunde, die Bürger irgendwann keinen Spaß mehr machten. So war er mit der Vorstellung von Schiri Kemal Kacanzi beim 4:5 nicht einverstanden und zog nun personelle Konsequenzen.

„Da muss man sich aufs ‚Hirn‘ greifen“

„Ich muss jetzt wieder einmal zur STRUMA fahren und mich rechtfertigen, obwohl ich gar nichts gemacht habe“, erzählte Bürger.

Das Tüpfelchen auf das berühmte i folgte am letzten Samstag, als Bürger von seiner Bank verwiesen wurde – sehr zu seinem eigenen Erstaunen: „Ich habe gar nichts gemacht, aber da waren schon Entscheidungen dabei, wo man sich aufs ‚Hirn‘ greifen muss.“ Schiedsrichter Kazanci dazu: „Ich darf und möchte zum Spiel nichts sagen.“

Nach der Niederlage kam dann der Schlussstrich. Bürger: „Ich habe darüber nachgedacht und höre als Trainer auf. Die Schiris sollen sich gratulieren und daran denken, welche Entscheidungen sie trafen. Es hat keinen Sinn mehr, ich habe nichts gemacht und muss trotzdem wieder einmal Strafe zahlen.“

Bürger hält auch als Zuseher Abstand

Obmann Manfred Bürger wusste vom Abgang seines Bruders noch nicht Bescheid, als ihn die BVZ damit konfrontierte: „Das kommt überraschend, da wir neun Jahre gemeinsam gearbeitet haben.“

Trainer Bürger nimmt jetzt Abstand vom Fußball, denn zuletzt zehrte das Geschäft an seinem Nervenkostüm und auch Spaß machte es kaum mehr. Der Tatzmannsdorfer dazu: „Ich habe mich zuletzt genug geärgert.“