Markt Allhau , Großpetersdorf

Erstellt am 14. September 2016, 02:44

von Patrick Bauer

Fuchs nach Trainerrochade: „Es ist besser so“. Während sich der UFC Markt Allhau von Meistertrainer Klaus Fuchs trennte, übernimmt beim Aufsteiger mit Sandor Homonnai der eigentliche Großpetersdorfer Coach.

Da geht es nach oben. Sandor Homonnai, der zuletzt in Großpetersdorf arbeitete, übernimmt beim UFC Markt Allhau die Aufgaben von Klaus Fuchs. Dabei überwog für Homonnai die „sportliche Herausforderung“. Foto: Bauer  |  Patrick Bauer

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Der erste Trainerwechsel der BVZ Burgenlandliga fand in Markt Allhau statt. Einvernehmlich trennte sich der Aufsteiger von seinem Trainer Klaus Fuchs und fand mit Sandor Homonnai, der noch am Freitag beim Großpetersdorfer 1:1 gegen Schlaining auf der Betreuerbank saß, seinen Nachfolger.

„Ich bin zu lange im Geschäft, als dass mich das aus den Socken hauen würde.“

Großpetersdorfs Obmann Harald Schneller

Die Verantwortlichen äußerten sich wie folgt zu dieser Rochade, die in dieser Form auch nicht alltäglich ist: „Ich erhielt am Sonntag gegen sechs Uhr am Abend einen Anruf von Sandor, dass er gerne persönlich mit mir sprechen würde. Danach haben wir uns am Sportplatz getroffen, wo er mir dann mitteilte, dass er in Allhau zugesagt habe“, erklärte Großpetersdorfs Obmann Harald Schneller und fügte an: „Natürlich ist es schade, aber ich bin zu lange im Geschäft, als dass mich das aus den Socken hauen würde.“

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Dennoch sind die Großpetersdorfer unter Zugzwang, denn laut Schneller sei man „doch unvorbereitet“ bei der nun folgenden Trainersuche. Vorübergehend übernehmen derweil Co-Trainer Mario Eberhardt, Patrick Artner und Schneller selbst die Agenden. Das soll aber keine Dauerlösung bleiben. Das Oberhaupt dazu: „Wir müssen nun sehen, wer unseren Weg mitgehen will. Das ist sicher eine reizvolle Aufgabe, mit jungen, einheimischen Kickern zu arbeiten, aber nicht jeder ist dafür geschaffen.“

Zurück zu Allhau, wo der Sportliche Leiter Norbert Krutzler die Entscheidung so kommentierte: „Wir hoffen, dass Homonnai den eingeschlagenen Weg fortführt und wir möchten uns recht herzlich bei Klaus für die tolle Arbeit bedanken, denn mit sehr viel Aufwand feierte er den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.“

„Wir erlebten zusammen wunderbare Zeiten“

Der Erfolgstrainer, der im letzten Jahr in der 2. Liga nur ein (!) Spiel verlor, geht dabei indes nicht im Groll. Für ihn stehe die persönliche Weiterbildung nun im Vordergrund. So erklärte Fuchs der BVZ: „Wir erlebten zusammen wunderbare Zeiten und ich glaube, ich übergebe ein funktionierendes Gefüge, welche den Klassenerhalt in der Liga sicher schaffen wird. Es war sehr schön und erfolgreich, aber vielleicht ist es jetzt besser so, als wenn man danach irgendwann im Schlechten auseinandergeht.“

Der neue Cheftrainer beim UFC leitete derweil schon am Montag seine erste Trainingseinheit in der neuen UFC-Kluft. Es war kein Leichtes, den SV Großpetersdorf, wo Homonnai selbst lange sehr erfolgreich kickte, zu verlassen.

Das bestätigte er im BVZ-Gespräch: „Es war eine unglaublich schwere Entscheidung für mich, aber die sportliche Herausforderung in einer höheren Liga zu arbeiten, überwog am Ende. Dazu ist der Kader stark besetzt und ich glaube, dass ein Mittelfeldplatz für uns drin ist. Das muss auch das Ziel sein. Ich möchte mich auf diesem Wege aber recht herzlich beim SV Großpetersdorf bedanken und wünsche dem Verein alles Gute.“