Erstellt am 01. Oktober 2014, 06:54

von Patrick Bauer

Oberwart: Ohne „Störenfried“ in höhere Gefilde. Der SV Oberwart ist weiter auf dem Vormarsch. Platz zwei, starke Leistungen und gute Ergebnisse belegen den Trend.

Starke Abwehr. Zvonimir Ziger (l.) und Florian Glösl (m.) haben als defensiv starke Kicker großen Anteil am Höhenflug des SV Oberwart.  |  NOEN, Bauer
Was war das für eine Sommerpause beim Traditionsklub aus Oberwart. Erst folgte der Abstieg aus der Regionalliga Ost, dann verließen viele verdiente Kicker den Verein und plötzlich stand man praktisch ohne Mannschaft da.

Mit der Pleite in Jennersdorf raschelte es erstmals

Auch bei der Trainerwahl hatte man erst kein Glück. Jürgen Halper sagte zu, um kurz vor Meisterschaftsbeginn doch die Herausforderung als Co-Trainer beim FAC anzunehmen. Für Halper übernahm sein eigentlicher Assistent Mario Portschy und dieser hatte gleich mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Aus einer komplett neuen Mannschaft musste er ein homogenes Gefüge herstellen, was zu Beginn nicht funktionierte.

Den Auftakt beim 0:0 in Eberau nahm man noch gelassen, auch der unglücklichen Derbyniederlage gegen Pinkafeld gewann man viel Positives ab. Erst mit dem 0:2 in Jennersdorf raschelte es erstmals. Der Chefcoach kritisierte seine Kicker für das Auftreten und zu allem Überdruss warf er auch noch Stürmer Zoltan Horvath aus dem Kader.

Wie sich weisen sollte, war das die komplett richtige Entscheidung, denn seit dieser Pleite holte man vier Siege in Folge und lacht derzeit vom zweiten Tabellenplatz.

Trotz Erfolgslauf: „Wir bleiben auf dem Boden“

„Wir haben nun keinen Störenfried mehr“, so Portschy, der aber von Titelkampf oder Aufstiegsträumen wenig wissen will: „Wir bleiben auf dem Boden, auch wenn wir auf einem guten Weg sind.“

Dieser „Weg“ wird nun durch die spielfreie Woche unterbrochen. Am Freitagabend schiebt man einen Test gegen Kukmirn ein (19 Uhr) und am Dienstag (7. Oktober) trifft das Team um 19.30 Uhr auf heimischer Wiese im Cup-Duell auf Pilgersdorf.

„Wir unterschätzen niemanden“, stellt Portschy klar, aber: „Wenn wir wieder unsere Tugenden einbringen, wollen wir weiterkommen.“