Erstellt am 14. März 2012, 00:00

„Da wär‘ ich ständig Torschützenkönig“. TIPP3 BUNDESLIGA / SVM-Goaleador Patrick Bürger trifft derzeit nicht ins Eckige – und bleibt trotzdem entspannt.

Patrick Bürger blieb gegen Innsbruck ohne Torerfolg. Der Bad Tatzmannsdorfer rackerte wie immer, es fehlte aber an der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Bei einem Freistoß hatte Bürger Pech, der Ball knallte an die Latte. Nach dem Spiel gab er trotzdem pflichtbewusst Autogramme.WELLER  |  NOEN
x  |  NOEN

VON BERNHARD FENZ

Fußball kann ziemlich einfach sein – wenn es passt. Und doch ist es so schwer, mit logischen Gründen zu argumentieren, wenn es mal nicht passt.

Beispiel SV Mattersburg: Die Burgenländer haben drei Spiele in Folge ebenso viele Siege gefeiert. Es ist gut gelaufen. Es ist rund gelaufen. Das Werkl hat gepasst.

Am Samstag gegen Wacker Innsbruck sorgte ein abgefälschter Weitschuss für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Die Burgenländer spielten druckvoll, vergaben aber die besten Gelegenheiten. Zudem stand noch dreimal die Latte im Weg. Wieso? Patrick Bürger, seit seiner Rückkehr aus Hartberg im Sommer 2010 verlässlicher Torjäger, hat den bodenständigsten aller Ansätze: „Das ist nun einmal so. Wir haben zwar eine starke Partie geboten, aber ohne Tore gewinnst du nichts. So etwas ist auch nicht wirklich erklärbar.“

Der Bad Tatzmannsdorfer traf das letzte Mal am 10. Dezember zum 2:0-Endstand gegen Kapfenberg. Seitdem blieb er ohne Torerfolg – leistete aber wertvolle Assists, wie beim 4:1 gegen Ried (als er Christian Gartner herrlich bediente und nicht selbst abschloss) oder beim 1:0 in der Südstadt, als er Manuel Seidl vor dessen Siegestor auf die Reise schickte.

Vorfreude auf das  Gastspiel bei Rapid

Dass er selbst zuletzt nicht einnetzte, sieht der 24-Jährige locker: „Würde ich in jedem Match treffen, wär‘ ich ständig Torschützenkönig.“ Auch das Grübeln ist nicht Patrick Bürgers Sache: „Ich mache mir da gar keinen Kopf. Toreschießen habe ich jedenfalls nicht verlernt, so viel ist sicher.“

Und Cheftrainer Franz Lederer ergänzt: „Einem wie ihm muss man nicht helfen, wenn er einmal nicht trifft.“

Zeit, um lange nachzudenken, bleibt ohnehin nicht. Am Samstag tritt Mattersburg schließlich in Wien-Hütteldorf gegen Rapid an. „Das ist für uns immer wieder eine Riesenherausforderung“, sagt Lederer. Und daran ändert auch das jüngste 0:1 nichts, wie Bürger klarstellt: „Wir wissen, dass wir uns kontinuierlich gesteigert haben. Da müssen wir jetzt einfach dranbleiben.“

In Wien wird es für den SVM in jedem Fall auch wieder mehr Raum als zuletzt geben. Gegen Innsbruck bekrittelte Lederer etwa, dass seine Truppe speziell in der zweiten Halbzeit taktisch zu ungeduldig auftrat und sich so auch zu schnell die Räume zumachte. „Dann nimmst du dir selbst den Platz weg.“

Dieses Problem sollte es für die aus einer gesicherten Abwehr heraus spielenden Burgenländer am Samstag nicht geben – dafür wären unsere Grün-Weißen gut beraten, ihre Gegenstöße schnörkellos und zielstrebig durchzuspielen.

Bei den handelnden Personen kehrt Stefan Ilsanker nach seiner Ampelkarte in Salzburg wieder zurück. Dafür ist Ado Mravac aufgrund seiner neunten gelben Karte gesperrt.