Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

„Dann fühle ich mich überflüssig“. Rückschlag / Beim Güssinger Sportverein hing nach der Pleite in Winden der Haussegen schief. Die Einstellung passte nicht.

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Von Patrick Bauer

Eine Niederlage, die auch Tage später noch für Unmut sorgte. Ein 1:2 beim abgeschlagenen Schlusslicht aus Winden. Die Gefühlslage beim Güssinger Sportverein war am Tiefpunkt angelangt.

Der Obmann Martin Muik wollte gar keinen Kommentar zur Pleite abgeben. Dafür sprach Spielertrainer Hannes Winkelbauer und prangerte die Einstellung seiner Kicker gegen vermeintlich schwächere Mannschaften an: „Wir waren nicht fokussiert und sind mit der Einstellung ins Spiel gegangen, ‚mal schauen, was passiert‘. Man warnt die ganze Woche, redet und redet und trotzdem machen wir wieder die gleichen Fehler.“ Auch wenn mit Christoph Witamwas ein wichtiger Spieler ausfiel und sich Güssing nach dem 0:1-Rückstand doch einige Chancen erspielte, war die Leistung insgesamt zu wenig, um zu bestehen. Winkelbauer stört vor allem, dass es gegen besser positionierte Mannschaften keine Motivation braucht: „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir gegen Stinatz am Wochenende ein anderes Gesicht zeigen werden. Es ist tragisch, dass es gegen die hinteren Vereine nicht funktioniert. Das ist erschreckend und mit dem kann ich als Trainer nicht wirklich arbeiten, da mir der Zugriff zum Team fehlt. Irgendwie fühle ich mich dann in der Trainerrolle ein wenig überflüssig.“

Die Zeichen auf Abschied stehen schon jetzt bei Legionär Norbert Kerek, der in Winden zu Beginn nur auf der Bank saß. „Das war überfällig. Es kommt einfach zu wenig. Wir spielen ein System mit einem Stürmer, es ist schwierig, wenn ganz vorne nichts kommt“, so Winkelbauer.

Redebedarf. Die Leistungen von Güssings Norbert Kerek (r.) passten in letzter Zeit nicht. Gegen Winden saß der Legionär erstmals auf der Bank. „Wir müssen reden“, so Trainer Winkelbauer.

Decker