Erstellt am 22. Juni 2016, 04:50

von Patrick Bauer

Das Leben eines Traumes. Sowohl Barnbas Varga, als auch Gergely Levay werden zur neuen Spielzeit ihr Glück nicht mehr beim SV Eberau versuchen, sondern wenden sich anderen Aufgaben zu.

Ab in den Profibereich. Angreifer Barnabas Varga (l.), der seit seinem 15. Lebensjahr das Eberauer Trikot trug, versucht sein Glück in Mattersburg, während Goalie Gergely Levay Richtung Haladas Szombathely abwandern wird. Zwei schmerzhafte Verluste für den Meister der Burgenlandliga. Foto: Patrick Bauer  |  NOEN, Bauer

Nach dem Meistertitel in der BVZ Burgenlandliga ist vor der Kaderplanung beim SV Eberau. Diese wird in diesem Sommer schwieriger zu bewältigen sein, als die Jahre zuvor, denn mit Barnabas Varga und Tormann Gergely Levay verlassen zwei absolute Stützen die Elf von Trainer Klaus Guger.

Und weil man auch noch Kevin Zinkl an Güssing verliert und wohl auch Jerome Kovacs eine Pause einlegen wird, steht man unter Zugzwang.

Der Stolz auf die Beiden überwiegt

Dabei sind vor allem die Transfers von Varga und Levay spannend, denn beide werden sich im Profibereich versuchen. Angreifer Varga, der mit überragenden Leistungen schon im Winter ein Kandidat bei Admira Wacker war, wird Eberau Richtung Mattersburg verlassen, dort zwar vorerst in der Zweiermannschaft trainieren, aber sicher die Option erhalten, sich in der Kampfmannschaft zu präsentieren.

„Wir gehen davon aus, dass er schnell seine Chance erhalten wird“, erklärte Pressesprecher Alfred Ranftl und fügte an: „Er kickte seit seinem 15. Lebensjahr bei uns und wir können stolz sein, dass er sich so entwickelte, auch wenn der Verlust sportlich natürlich schmerzt.“

Ähnlich verhält es sich bei Tormann Gergely Levay, der mit 18 Lenzen erstmals das Eberauer Dress überstreifte, sich stetig steigerte und irgendwann den Posten als Nummer eins übernahm und nie wieder hergab. Jetzt geht es zum ungarischen Traditionsklub Haladas Szombathely.

„Er kann dort von Gabor Kiraly lernen“, so Ranftl, der auch diesen Wechsel verstand, aber anfügte: „Eins zu eins können wir beide nicht ersetzen.“ Das sah auch Trainer Klaus Guger so: „Sie hatten enormen Anteil am Erfolg und können nun in den Profibereich reinschnuppern. Das ist in Ordnung, wenn sie sich verbessern können.“

Systemumstellung könnte nun kommen

Dennoch braucht es Ersatz, denn bis auf Christoph Kienzl, der aus Neusiedl kommt, gibt es noch keinen fixen Zugang. „Wir müssen etwas machen“, wusste auch der Coach und erklärte weiter: „Es war für Eberau aufgrund der Lage nie einfach, gute Kicker zu bekommen und wird es auch jetzt nicht.“

Klar ist, dass zu Felix Csencsits noch ein Goalie kommen wird. Alles weitere, selbst eine Systemumstellung – Guger präferierte im abgelaufenen Jahr ein 4-4-2 – ist im Bereich des Möglichen.