Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Der letzte Joker heißt Thek. ASK KOHFIDISCH / Hubert Kulmer ist seinen Job als Trainer beim Drittvorletzten los. Neuer Chefcoach wird Heinz Thek, der die Mannschaft vor dem Abstieg retten soll.

„Ich wollte noch Abschied nehmen“, so die Hintergrundmusik, wenn man Hubert Kulmer anruft und auf eine Antwort wartet. Abschied konnte Kulmer von seiner Mannschaft nicht mehr nehmen. Am Montagvormittag war es endgültig fix: Hubert Kulmer muss die abstiegsbedrohten Kohfidischer verlassen.

Ohne Groll äußerte sich der Ex-Trainer zum Abschied: „Sicher ist es enttäuschend, sonst wäre ich kein guter Sportler. Im Trainergeschäft gibt es eben nur erfolgreiche und erfolglose. Ich war eben nicht erfolgreich. Es passiert mir zum ersten Mal in meiner Karriere. Ich verstehe aber die Gründe des Vereins. Wir gehen im Guten auseinander. Es würde mir für die Mannschaft und den Verein leidtun, wenn sie absteigen sollten.“ Es sollte nicht sein, zwischen dem Steirer und Kohfidisch. Die Ergebnisse stimmten nicht und so war ein Trainerwechsel der letzte Ausweg. „Die Mannschaft hat gegen Parndorf Charakter gezeigt. Einen schönen Dank noch an den Schiedsrichter, der uns doch benachteiligt hat“, so Kulmer.

Heinz Thek soll auch  bei Abstieg bleiben

Neuer Trainer wird Heinz Thek. Dieser Joker muss jetzt stechen, sonst war es das fürs Erste mit der Burgenlandliga. „Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft passte nicht. Sie konnte nicht das umsetzen, was Kulmer von ihr wollte. Der Wechsel ist unsere letzte Möglichkeit. Kulmer hat sehr professionell gearbeitet und die Mannschaft ist zumindest körperlich in gutem Zustand“, sagt der Sportliche Leiter Josef Balaskovits, der folgende Erwartungen an Thek hat: „Er muss die Elf moralisch aufpäppeln. Thek ist sicher kein Mann für drei, vier Monate, sondern für die nächsten Jahre. Auch wenn wir absteigen sollten, wird Thek in der 2. Liga bei uns weiterarbeiten.“

Der neue Trainer will sich erst ein Bild von der Mannschaft machen, die er aber eigentlich aus dem Effeff kennt, Thek sagt: „Ich war nicht lange weg, kenne die Mannschaft, da ich sie zwei Jahre trainiert habe. Der Blick muss jetzt nach vorne gehen und das Abstiegsgespenst muss aus den Köpfen raus. Unter Druck kann man keinen Fußball spielen. Sie müssen wieder Freude haben. Kulmer hat gute Arbeit geleistet, jetzt gilt es, vielleicht die Spielanlage und das System ein wenig zu ändern. Ich muss so schnell wie möglich an die Elf rankommen.“