Erstellt am 31. August 2011, 00:00

Die Motoren dröhnen nach einem Jahr wieder. MOTORSPORT / Erich Petrakovits und sein Team erwarten sich beim EM-Lauf gute Leistungen und viele Zuseher.

Hoffen auf einen großen Erfolg. Lokalmatador Christian Petrakovits (Mitte) mit seinem Team rund um Vater und Veranstalter Erich Petrakovits (3.v.r.), das sich einen Sieg auf der Heimstrecke ausrechnet.  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Christian Petrakovits absolvierte in Belgien und Holland den abschließenden Test vor dem Heimrennen in Greinbach am kommenden Wochenende (3. und 4. September).

Der Großpetersdorfer fuhr in Maasmechelen (Belgien) den ersten Podestplatz der Saison heraus. In einem schwierigen Rennen, das unter wechselhaften Bedingungen durchgeführt wurde, fand Petrakovits eine gute Abstimmung für den VW-Polo Super 1600 vor. Mit tollen Vorlaufzeiten qualifizierte er sich für den dritten Startplatz im A-Finale und fuhr diesen Rang hinter dem Engländer Julian Godfrey (Ford Fiesta) und dem norwegischen EM-Leader Andreas Bakkerud (Renault Clio) sicher nach Hause. „Wir hatten in Belgien ein sehr gutes Setup für die lang gezogenen, schnellen Kurven gefunden. Nun hoffen wir, diese Daten am Wochenende in Greinbach verwenden zu können“, berichtete ein strahlender Christian Petrakovits. Beim nächsten Rennen in Valkenswaard gab es für ihn teilweise widrige Bedingungen. Nach Bestzeit im freien Training und Rang fünf im zweiten Lauf wurde der Südburgenländer im B-Finale von langsameren Fahrzeugen aufgehalten.

„Wenn es gut läuft,  sollte alles möglich sein“

In diesem Lauf fuhr er die schnellste Einzelrunde und bewies damit, dass er zurzeit an der Spitze mitfahren kann. Der Sieg ging in Holland an EM-Leader Andreas Bakkerud, der vor dem Finnen Jussi-Petteri Leppihalme und Ulrik Linnemann (Dänemark) landete.

Während sein Sohn Christian gute Zeiten fuhr, laufen für Vater Erich Petrakovits seit Wochen und Monaten die Vorbereitungen für die bevorstehende Rallycross-Europameisterschaft am kommenden Wochenende in Greinbach (Steiermark). Nach der einjährigen Pause bekam das Team von der FIA wieder den Zuschlag für die Ausrichtung der Rallycross-EM.

„Die Agenden sind auf unsere gesamte Familie verteilt. Unsere langjährigen Sponsoren blieben uns treu“, erklärt Erich Petrakovits. Am Rennwochenende werden rund 100 Personen im Einsatz sein. Franz Landauf, Vorsitzender der Offroad-Kommission: „Über ein Bewertungssystem werden für die einzelnen Veranstaltungen von einem FIA-Observer Punkte vergeben. Für 2012 gibt es 13 Bewerber, daher müssen wir beziehungsweise der RCC Großpetersdorf drei Mitkonkurrenten hinter sich lassen.“

Christian Petrakovits: „Nach einer durchwachsenen Saison sind wir zuletzt mit dem Team in Belgien an die Spitze gekommen. Wenn es in Greinbach gut läuft, sollte alles möglich sein. Wir peilen einen Spitzenplatz an.“