Erstellt am 06. März 2013, 00:00

„Ein Skandalurteil“. Anmelde-Fehler / Michal Vrab, der zu Unterschützen wechselte, muss wegen eines „Formfehlers“ wieder zu Buchschachen zurück.

Von Patrick Bauer

FUSSBALL / Der Transfer von Michal Vrab vom SC Buchschachen nach Unterschützen schien eigentlich beschlossene Sache. Bis man in Buchschachen draufkam, dass bei der Anmeldung, die Unterschützen zum BFV geschickt hatte, ein Fehler passierte.

Spieler, die den Verein wechseln wollen, dürfen nur im Zeitraum vom 1. bis 31. Jänner angemeldet werden. Unterschützens Obmann Hans-Werner Kirnbauer, der die Anmeldung ausstellte, unterlief hierbei ein Fehler: Er schrieb ein Datum vom Dezember auf das Formular. Dies veranlasste Buchschachen, Protest gegen den Transfer einzulegen. Am letzten Donnerstag bekam der Burgenlandligist in erster Instanz vom Straf- und Meldeausschuss STRUMA Recht. „Für mich ist das ein Skandalurteil. Sie haben uns Vrab ganz einfach weggenommen. Er hatte die Freigabe eigentlich schriftlich und konnte zu jeder Zeit wechseln“, so Kirnbauer, der seinen Fehler bei der Anmeldung aber zugab. Unterschützen legte jetzt wiederum Protest ein und schaltete schon einen Juristen ein, der ihnen helfen soll, Vrab zurückzuholen.

In Buchschachen sah Obmann Gerhard Horn die Lage so: „Wir haben Recht bekommen und Vrab steht auch wieder online bei uns drin. Theoretisch wäre er schon am Freitag in Neusiedl für uns spielberechtigt.“ So sieht es auch BFV-Geschäftsführer Simon Knöbl: „Den gültigen Statuten wurde Recht gegeben. Stand heute ist so, dass Vrab wieder für Buchschachen spielberechtigt ist.“

Ob dieser dass will, ist noch unklar. Erst gestern, Dienstag, setzte sich Buchschachen mit dem Spieler, der zurzeit in der Slowakei weilt, in Verbindung.

Horn: „Er hat uns signalisiert, dass er – wenn er nicht für Unterschützen spielen kann – wieder für uns spielt. Aber das ist noch nicht konkret.“ Kirnbauer: „Vrab war fertig, als wir ihn damit konfrontierten. Klar ist aber, dass er weiter kicken will.“