Erstellt am 23. März 2011, 00:00

Erlegte Raubkatzen als schlechte Verlierer. DERBY-TRIUMPH / Die Gunners ließen den Panthers keine Chance und siegten mit 96:73. Und jetzt kommen die Lions.

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FÜRSTENFELD - OBERWART 73:96. Sechs Polizisten und zahlreiche Ordner empfingen die Gunners Fans in der Fürstenfelder Sporthalle. Kein Wunder, hatte doch Panthers-Manager Karl Sommer vor dem Spiel vor „einer Handvoll Oberwarter Fans“ gesprochen, die „immer Ärger machen“. Tatsächlich war es aber eher Fürstenfeld-Präsident Harald Fischl, der auf ein Transparent der Gunners-Fans – in Anspielung auf seinen bevorstehenden Wechsel nach Wien – mit seinem mittlerweile schon beinahe legendären „Fischl-Gruß“ (gestreckter Mittelfinger) antwortete. Neben dieser „Machtdemonstration“ sahen die anwesenden Sicherheitskräfte aber eine weitere – nämlich jene der Gunners –, und die war sportlich überzeugend.

Von der ersten Minute an übernahmen die Blau-Weißen sowohl die Führung als auch das Kommando im Spiel, nur Dreier von Stjepan Stazic hielten den Rückstand der Raubkatzen in Grenzen. Beide Teams beeindruckten in der ersten Halbzeit mit einer tollen Trefferquote, zur Pause stand es 51:40 für die Gunners. In dieser Tonart ging es weiter – mit einem furiosen dritten Viertel fixierte Oberwart den Sieg schon vorzeitig. Im Schlussabschnitt wurde die Führung nur noch verwaltet, die Panthers zogen resigniert ihre Katzenschwänze ein. „Wir haben verdient gegen eine sehr gute Mannschaft mit einem guten Coach gewonnen“, zog Headcoach Neno Asceric Bilanz über den Derbysieg. „Das Wichtigste ist, dass wir im direkten Duell jetzt wieder vorne liegen.“

Gunners mittendrin im  Kampf um Platz zwei

Und das könnte in den restlichen drei Runden der Meisterschaft vor den Play offs noch extrem wichtig sein. Auch wenn Traiskirchen heute gegen Kapfenberg gewonnen hat, ist sogar der zweite Platz für die Gunners noch möglich – ein Sieg im direkten Duell gegen die Lions (Donnerstag, 19.30 Uhr) und eine Niederlage von Traiskirchen in einem der beiden Spielen gegen Fürstenfeld oder Gmunden vorausgesetzt. Der Zweitplatzierte hat bis inklusive des Halbfinales Heimvorteil, ein gerade für die Gunners (12:2 Sieg/Niederlagen-Bilanz zu Hause) ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Ein dritter Platz könnte aber zu einem Halbfinalgegner aus Traiskirchen führen (siehe Kommentar auf Seite 61).