Erstellt am 24. August 2011, 00:00

Erstes Laternenfest unter den Pappeln. TIPP 3 BUNDESLIGA / Nach fünf Spieltagen ist Mattersburg als einziges Team noch sieglos und damit auf dem letzten Platz.

Der Schein trügt. Alexander Pöllhuber (unten) hatte Rieds Spielmacher Ivan Carril nicht so oft im Griff wie in dieser Szene. Der Spanier erzielte das 1:1 und fädelte einige gute Aktionen ein. BALDAUF  |  NOEN
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VON PHILIPP FRANK

Eigentlich waren gegen die Europacup-Fighter aus Ried drei Punkte fix eingeplant. Am Ende wurde es ein klassischer Selbstfaller, der dem SVM die rote Laterne in der Tabelle bescherte. Bei tropischen Temperaturen – nur 2800 Fans trotzten Freibad- und Seebesuch – gelang Stefan Lexa in der 94. Minute der Siegestreffer für die Innviertler. Dabei war das eine Niederlage, die in die Kategorie „unnötig“ fällt.

SVM-Trainer Franz Lederer ärgerte sich zu Recht: „Wir haben durch unsere Naivität im Defensivverhalten das Match selber verbockt. Nicht Ried hat uns geschlagen – wir haben uns selbst besiegt.“ Was ihn besonders fuchste, war eben die Tatsache, dass es ein klassischer Selbstfaller war. „Die Oberösterreicher haben nicht viel Druck erzeugt, die Tore fielen quasi aus dem Nichts – das darf nicht passieren. Gegen Sturm Graz und Salzburg haben wir ganz anders agiert.“

Erster Saison-Heimsieg  gegen Wacker Innsbruck?

 

Ried-Trainer Paul Gludovatz klagte zwar auch über die Hitze, freute sich aber noch mehr über die drei Punkte: „Wir haben verdient gewonnen, es hätte vor der Pause auch 0:2 stehen können. Heute war der permanente Wille da, man muss den inneren Schweinehund immer in den Griff bekommen. Physisch ist es schwer zu erklären, dass wir in Hälfte zwei noch zusetzen konnten.“ Nun hat der SV Mattersburg am Samstag erneut in einem Heimspiel die Möglichkeit, die ersten Punkte auf eigener Anlage einzufahren. Nach der Niederlage gegen Wiener Neustadt und Ried soll gegen Wacker Innsbruck endlich der erste volle Heimdreier her. „Es wird definitiv Umstellungen geben – vor allem im Defensivbereich wird und muss sich etwas ändern. Wir werden die Woche abwarten und dann entscheiden, wer am frischesten und fittesten ist“, so Franz Lederer. Auch das Lazarett lichtet sich schön langsam. „Eigentlich stehen so gut wie alle Spieler wieder zur Verfügung“, so der Mattersburg-Trainer – bis auf den gesperrten Ilco Naumoski, der noch ein Match absitzen muss.