Erstellt am 17. Oktober 2012, 00:00

„Es ist immer um etwas gegangen“. 2. Liga Süd / Raimund Radakovits wird ab Winter nicht mehr Trainer des SV Güttenbach sein. Verein bekommt neuen Coach.

 |  NOEN
Von Patrick Bauer

Dieser Rücktritt kommt doch überraschend. Wie die Feuerwehr startete der Aufsteiger aus Güttenbach in die Saison. Nur kurz stockte das „Werkl“, welches sich mittlerweile einpendelte und den Leistungsstand des SV Güttenbach widerspiegelt.

Dennoch wird ab der Winterpause ein neuer Trainer beim SV Güttenbach das Amt bekleiden. Erfolgstrainer Raimund Radakovits, der den Verein vor knapp fünfeinhalb Jahren übernahm, wird nicht mehr weiter machen. Er sagt zum Rücktritt: „Man nutzt sich nach so langer Zeit einfach ab, und wenn man direkt aus dem Ort kommt, kann man auch nicht abschalten.“ Der Cheftrainer, der auch gleichzeitig Obmann und bis vor zwei Jahren auch Platzwart des Vereines war, blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, Radakovits: „Ich habe in der letzten Klasse den Verein übernommen. Die halbwegs guten Güttenbacher-Kicker haben den Verein verlassen und viel blieb dann nicht mehr über. Zwei Jahre haben wir ganz unten mitgespielt und nach drei Jahren sind wir unerwartet Meister geworden. Nach einer mittelmäßigen ersten Saison in der 1. Klasse haben wir uns punktuell verstärkt und im letzten Jahr hatten wir die Möglichkeit, uns durch die Relegation für die 2. Liga zu qualifizieren. Schon damals dachte ich, dass ich müde werden, denn es ist für uns immer um etwas gegangen“.

Als Obmann bleibt Radakovits dem Verein weiter erhalten. „Ich übergebe eine funktionierende Mannschaft. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Der Verein liegt mir sehr am Herzen und auch ich habe viel Herzblut hinein gesteckt“, sagt Radakovits. Irgendwann will der gebürtige Güttenbacher wieder zurück auf die Trainerbank, aber nicht in der gleichen Klasse, in welcher Güttenbach spielt: „Es kann nur ein Verein sein, der uns nicht als Gegner hat.“

Ära geht zu Ende. Raimund Radakovits (l.) verlässt nach fünf Jahren den SV Güttenbach. Ein Nachfolger wird gesucht.D. Fenz