Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

Finaleinzug verpasst. Platz 50 / Der Mühlgrabener Florian Jud gab beim Weltcupzirkus der Snowboard-Crosser in Schruns (Vorarlberg) sein Debüt.

Von Daniel Fenz

SNOWBOARD / Die Weltcup-Elite der Snowboard-Crosser machte zum ersten Mal in einer Gegend Station, die für Snowboarder wie geschaffen scheint. Vier von sieben ÖSV-Boardern sind in Vorarlberg beheimatet. Einer der insgesamt 75 wagemutigen Athleten in Schruns war Florian Jud.

Der 19-jährige Mühlgrabener feierte sein Debüt im Weltcup. Jud schrieb – genau wie einst die Sulzerin Julia Dujmovits – burgenländische Geschichte. Vor ihm gab es noch keinen männlichen Wintersportler aus dem Burgenland in der Eliteklasse der Snowboarder. Der diesjährige Weltcup war mit den Stars der Szene gespickt. Die Anspannung bei Juds erster Weltcup-Teilnahme war ihm anzukennen. Im Training lief es nicht optimal, die Leistungen aus den Trainings im Herbst waren nicht abrufbar. Dazu kam ein schwieriger Kurs, der Verletzte forderte. Alleine die Deutschen verloren ihr halbes Weltcup-Team. Trotz dieser Umstände machte Jud das Beste aus der Situation. Nach dem ersten Qualifikationslauf stand er auf Platz 36.

Um sich für das Finale der besten 32 zu qualifizieren, musste er im zweiten Run mehr Gas geben. Doch Jud rutschte in der zweiten Steilkurve aus und hatte somit keine Chance mehr, seine Zeit zu verbessern – es fehlten schlussendlich 90 Hundertstel.

Der junge Sportler belegte den 50. Platz von 72 Startern. „Ich bin mit der Leistung nicht zufrieden. Ich weiß, dass ich mehr kann“, analysierte der ehrgeizige Rennläufer sein Abschneiden. „Die gesammelten Erfahrungen werden mir aber sicher noch zugute kommen.“

Vielleicht schon kurz vor Weihnachten. Am 21. und 22. Dezember geht es nämlich mit zwei Europacup-Rennen in Cortina (Italien) weiter. Mit Sebastian Jud, Matthias und Mario Feymann werden dort drei weitere Burgenländer am Start sein.