Erstellt am 30. Juli 2014, 07:31

von Daniel Fenz

Güssing Wallabys: „Kein Zurück mehr“. Ex-Spielerin Elke Thuroczy attackiert Klubchefin Astrid Gibiser. Stein des Anstoßes: Der Rückzug aus der 2. Bundesliga.

Abschied aus Güssing. Elke Thuroczy kann den Bundesliga-Rückzug nicht nachvollziehen. Foto: Fenz  |  NOEN, Fenz

Güssings Frauen werden nächste Saison nicht mehr an der 2. Bundesliga teilnehmen – vorerst einmal nicht (

).

Nachdem Obfrau Astrid Gibiser aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr mit diesem Team in der Bundesliga spielen wollte, entstanden interne Spannungen, die sogar in einer Art „Putschversuch“ gipfelten. Jetzt ziehen sich Elke Thuroczy und einige andere Spielerinnen – die sehr wohl in der 2. Bundesliga bleiben wollten – zurück.

„Sieben Jahre gab es nie Probleme“

Dabei hätten Thuroczy und ihre Kolleginnen mit Eva Szerencsits auch schon eine neue Chefin zur Seite gehabt, an Stelle von Astrid Gibiser. Letzte wiederum zog ihre Linie durch – und stellte auch klar: „Ich mache das jetzt über 30 Jahre. Aber mich in meinem Alter so ärgern zu lassen, das muss ich nicht haben. Irgendwann ist das Fass übergelaufen.“

Die Folge: Güssing spielt jetzt in der 1. Landesliga, ob es ein Wiederaufstiegsrecht gibt, steht noch nicht fest.
Thuroczy: „Ich bin jetzt 23 und spielte sieben Jahre durchgehend beim Verein in Güssing. Es gab nie Probleme und es hat alles gepasst. Dass das so abrupt nach einer erfolgreichen Saison passiert ist, finde ich extrem schade.“

Der Plan wäre gewesen, dass Eva Szerencsits die Bundesliga gemanagt hätte, doch Astrid Gibiser hatte den Verein schon vor einigen Wochen abgemeldet und den Bundesliga-Platz mit Feldbach getauscht.

Strafe für Ausstieg steht noch nicht fest

Verena Tellian und Linda Peischl landeten in der 1. Bundesliga bei Hartberg, der Rest, darunter Elke Thurozcy, überlegt noch – für sie steht aber fest: „Solange Astrid Gibiser das Ruder in Güssing hat, wird es für mich persönlich kein Zurück mehr geben.“

Ob es überhaupt ein Bundesliga-Comeback geben wird, steht ohnehin noch in den Sternen. Güssing könnte sich zwar über die Landesmeisterschaft im Februar oder März (Termin steht noch nicht fest – höchstwahrscheinlich im Aktivpark) wieder als Erster der Landesmeisterschaft für das Aufstiegsturnier in die 2. Bundesliga qualifizieren.
Doch nur, wenn der Österreichische Volleyballverband dem Verein keine Aufstiegssperre verhängt.

Das ist möglich, denn Klubs, die aus der Bundesliga ausscheiden, droht eine Strafe. Der Vorstand überlegt derzeit noch, ob es nur eine Geldstrafe, oder sogar eine Aufstiegssperre gibt. „Der Strafrahmen für Güssing könnte sich bis zu drei Jahre Sperre für die Teilnahme an der Bundesliga ziehen“, so Wettspiel- und Ligenadministrator, Alfred Kulhanek vom Österreichischen Volleyballverband.