Erstellt am 24. September 2013, 16:29

Füzi: „Die Burschen wurden betrogen“. 2. Liga Süd / Drei Rote Karten und dennoch nur knapp verloren: In Rechnitz sah man sich nach der 2:3-Pleite klar benachteiligt.

Herr im Himmel. Nicht nur Karlo Soltic war mit der Leistung von Schiedsrichter Heinz Lautischer gegen Grafenschachen nicht einverstanden. Auch die Funktionäre wüteten. Foto: Bauer  |  NOEN
Von Patrick Bauer

Beim SV Rechnitz war man am Samstag in heller Aufregung. Drei Rote Karten musste die Farkas-Elf einstecken, um am Ende als Verlierer vom Platz zu gehen. Die Leistung der Kicker wurde mit großem Applaus honoriert – die von Schiedsrichter Heinz Lautischer nicht.

Lautischer: „Habe ja nichts davon“

„Als Funktionär und Nachwuchsleiter des SV GA-Polanyi Rechnitz möchte ich mich bei allen Besuchern des vergangenen Heimspiels entschuldigen für die dargebrachte Leistung des ‚Spielleiters‘. Vor allem bei den anwesenden Eltern der beherzt kämpfenden Burschen, die mit ansehen mussten wie ihre Kinder, die Woche für Woche brav trainieren gehen, um ihre fußballerische Leistung betrogen wurden“, wütete etwa Kassier Harald Füzi via E-Mail an die BVZ-Redaktion.

Auch Pressesprecher Michael Riedler sah es ähnlich: „Über die Leistung von Herrn Lautischer möchte ich eigentlich kein Wort verlieren, aber das war schon skandalös.“

Mit acht Mann bis zum Schluss gekämpft

Was war geschehen? Die erste Gelb-Rote Karte sah Kapitän Johannes Toth in Minute 35 nach Kritik. Kurz nach Seitenwechsel folgte ihm Andras Brezovich und gegen Ende der Begegnung Michael Dorner, nach einem Foul an der Mittellinie. Für Schiedsrichter Lautischer waren alle Karten gerechtfertigt: „Ich habe ja nichts davon, wenn ich einen Spieler ausschließe.“

Positiv muss man aber die Leistung der acht kämpfenden Rechnitzer sehen. Füzi: „Unseren Spielern möchte ich gratulieren, dass sie mit acht Mann bis zum Schluss kämpften.“ Darauf muss man aufbauen, auch wenn gegen Wiesfleck jetzt Personalnot herrscht. Riedler: „Das wird interessant, wer spielen wird. Aber man wächst ja bekanntlich mit den Aufgaben.“