Erstellt am 14. November 2012, 00:00

„General“ Jusits bleibt beim SVS. Regionalliga Ost / Der SV Stegersbach und Trainer Kurt Jusits fanden einen Konsens bezüglich der Vorbereitung. Dies freut alle.

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Von Patrick Bauer

Und es wurde doch ein Weg gefunden, damit der SV Stegersbach seinen Chef- und Erfolgstrainer Kurt Jusits behalten kann. In der Vorbereitung wird die Mannschaft in zwei Gruppen gesplittet. Die aus Wien und Umgebung stammenden Kicker wie Roberto Baumgartner, Christian Weidinger und Dominik Bichler oder auch die Studenten Michael Thek und Arbeiter wie Franz Faszl trainieren zweimal in der Woche auf einem Platz in Wien. Dort sollen aber hauptsächlich Ausdauer- und Kraftübungen absolviert werden. Die technischen und taktischen Übungen werden weiterhin in Stegersbach abgehalten.

Diesen Konsens fand die Vereinsführung mit Cheftrainer Kurt Jusits, dessen Aufwand einfach zu groß geworden wäre. Bei sechs Einheiten in der Woche kommen die Wiener auf rund 1.800 Kilometer. Ein immenser Verschleiß, auch wenn zum Beispiel Kapitän Faszl sagt: „Natürlich schmerzt der Zeitaufwand, aber man macht es ja gern. Es ist auch eine Gewohnheitssache.“ Ohne die Vereinbarung wäre es für den Verein schwer geworden, den „General“ des Stegersbacher-Höhenfluges zu halten. Er ist einer der Hauptgründe für den Erfolg. Dies hört man von allen Seiten. So sagt etwa der Sportliche Leiter Michael Poandl: „Er hat sehr viel dazu beigetragen, ist ein sehr guter Analytiker und leitet ein hervorragendes Training. Ein weiterer Vorteil ist, dass er die Liga in- und auswendig kennt.“ Auch aus Spielerkreisen lobt man die Akribie, mit der Jusits seine Mannschaft auf die Spiele einstellt. „Er kennt alle Mannschaften und alle Spieler. Wir sind extrem froh, dass er bleibt“, beschreibt Mittelfeldspieler Daniel Siegl die derzeitige Gefühlslage.

Verständnis für die  Spieler kommt gut an

Dabei gibt es Zuckerbrot und Peitsche für seine Mannen, Siegl weiter: „Er ist Kumpeltyp und Respektsperson in einem. Zum Beispiel hat er immer Verständnis für Spieler, die einem Beruf nachgehen und vielleicht um ein paar Minuten zu spät zum Training kommen. Das sind so Kleinigkeiten, die man schätzt.“

Die Mannschaft wird immer besser, spielte zuletzt den noch ungeschlagenen Tabellenführer an die Wand. Die Kicker sind immer mit vollem Engagement dabei. Leidenschaft, Einsatz, Wille und Teamgeist sind die obersten Gebote. Im letzten Jahr fokussierte sich sehr vieles auf den Ausnahmekönner Ivan Kovacec. Jetzt steht die Mannschaft im Vordergrund. Und die dankt es ihm mit Erfolgen fast schon am Fließband. Der 3:0-Heimsieg über die Austria war das „Meisterstück“ der Saison. So drückte es Jusits aus, der aber sofort jedwede aufkommende Euphorie bremste: „Wir müssen auf dem Boden bleiben.“

Ob die Erfolgsgeschichte auch über die Saison hinausgeht, ist ungewiss. Natürlich wecken die Erfolge Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Zumindest Zeit konnte man sich verschaffen, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Dies wird schwer genug, denn ganz Stegersbach hofft, dass ihr „General“ noch lange beim SVS bleibt.

Seit eineinhalb Jahren entwickelt Kurt Jusits die Elf stetig weiter.

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