Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

Gernot Kerschbaumer im Medaillenrausch. ORIENTIERUNGSLAUF / Nach Silber auf der Kurzdistanz folgte für den HSV-Pinkafeld-Athleten über die Langdistanz Gold.

Wurde vom Team gefeiert. Gernot Kerschbaumer (Mitte).  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Bei den Militärweltspielen in Rio de Janeiro (Brasilien) sorgten Gernot Kerschbaumer & Co. vom HSV Pinkafeld für die Sensation. Bereits am ersten Tag schrieb Kerschbaumer Geschichte  er holte sich die Silbermedaille und somit die erste Medaille für Österreich im Orientierungslauf bei Militärweltmeisterschaften.

Es lief nahezu alles perfekt für mich. Ich gab von Anfang an alles und ließ mich auch durch einen kleinen Fehler im Mittelteil nicht beirren. Ich bin überglücklich, zeigte sich Kerschbaumer gerührt. Zeit zum Ausruhen von der Silbermedaille hatte er jedoch nicht.

Denn bereits am nächsten Tag stand mit dem Bewerb über die Langdistanz das nächste Highlight auf dem Programm. Mit einem grandiosen Rennen toppte er die Silbermedaille Kerschbaumer krönte sich zu Österreichs erstem Militärweltmeister im Orientierungslauf. Die Silbermedaille am ersten Tag hatte mich richtig beflügelt. Ich spürte, dass auch über die Langdistanz etwas möglich ist. Doch mit dem Militärweltmeistertitel hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, auch wenn ich schon lange Zeit davon geträumt habe.

Auch mannschaftlich zeigte das rot-weiß-rote Team eine starke Leistung. Lag dieses nach der Kurzdistanz noch auf Platz fünf, kämpfte sich das Team nach der Langdistanz auf Rang vier vor. Helmut Gremmel lief bei der Langdistanz auf den 17. Rang, Wolfgang Siegert auf Platz 21. Christian Wartbichler belegte Rang 29 und HSV-Pinkafeld-Athlet Markus Lang Platz 35.

Als Abschlussbewerb fand die Staffel statt. Das Gelände in Rio de Janeiro zeigte sich anders als bei den Einzelläufen flach, aber dennoch technisch und läuferisch anspruchsvoll.

Für das erste österreichische Team ging Helmut Gremmel auf die Startstrecke, für das zweite Team eröffnete Christian Wartbichler. Beide Startläufer erfüllten ihre Aufgabe und übergaben an fünfter und sechster Stelle liegend an ihre Kollegen. Schlussläufer Gernot Kerschbaumer sicherte für die erste Mannschaft den siebenten Rang, das zweite Team musste sich mit dem 14. Platz begnügen.