Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Gold knapp versäumt. ORIENTIERUNGSLAUF / Gernot Kerschbaumer lief bei der italienischen Mitteldistanzmeisterschaft auf Rang zwei.

Top-Platz. HSV-Pinkafeld-Aushängeschild Gernot Kerschbaumer erreichte in Italien den zweiten Rang.ZVG  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Das österreichische Orientierungslauf-Nationateam verbrachte vergangene Woche fünf Trainingstage auf dem italienischen Hochplateau Altobiane. In den orientierungstechnisch anspruchsvollen Wäldern rund um Asiago – dort findet 2014 die Weltmeisterschaft statt – wurde intensiv an der Orientierungstechnik und an den koordinativen Lauffähigkeiten gearbeitet.

HSV-Team arbeitete gezielt  an ihrer Weiterentwicklung

Das Karstgelände zeichnet sich durch viele Steine und Felsspalten aus, wodurch der Waldboden nie aus den Augen gelassen werden sollte. Während des Laufens dann auch noch die Karte zu lesen, ohne durch den Wald zu stolpern, stellt die hohe Kunst des Orientierungslaufens dar.

Burgenlands Orientierungslauf-Aushängeschilder vom HSV Pinkafeld nützten diese Möglichkeit, um gezielt an ihrer Weiterentwicklung zu arbeiten. Zum Abschluss des Trainingslagers nahm das Team noch bei den italienischen Mitteldistanz-Meisterschaften teil.

Nachdem alle Österreicher die Qualifikationshürde erfolgreich gemeistert hatten, wollten die Österreicher auch im Finale den Italienern Paroli bieten. Das Wettkampfgelände zeichnete sich durch viele Geländekonturen aus, unzählige kleine Hügel und Senken säumten den Wald. Die Belaufbarkeit erwies sich jedoch deutlich besser als in den Trainings. Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld), der lange Zeit in Führung lag, musste sich erst dem zuletzt gestarteten Südtiroler Klaus Schgaguler geschlagen geben.

„Kann mit zweiten Platz  trotzdem gut leben“

„Trotz strömenden Regens machte es mir viel Spaß, den Wettkampf zu bestreiten. Ich war orientierungstechnisch ständig gefordert, konzentriert und sicher durch den Wald zu laufen. Natürlich wollte ich gewinnen, aber mit dem zweiten Platz kann ich ebenfalls gut leben“, meinte Gernot Kerschbaumer zufrieden nach dem Lauf. Platz drei ging mit Michael Mamleev an einen weiteren italienischen Spitzenläufer.

Den achten Rang belegte Martin Binder (HSV Pinkafeld). Die Vereinskollegen Markus Lang und Helmut Gremmel platzierten sich auf den Rängen 14 und 19.