Erstellt am 08. Juni 2016, 04:45

von Michael Pekovics

Gunners: Nach Double-Sensation Europa im Visier. Sensationelle Gunners wollen nach 3:0-Erfolg gegen Wels in der nächsten Saison im Europacup mitmischen. Die Zukunft der Mannschaft steht aber noch in den Sternen.

Erfolgreiche Basketballer. Nach 2011 holten sich die Redwell Gunners Oberwart mit einem 3:0 im Play Off-Finale gegen Wels zum zweiten Mal den Meistertitel - mit dem jüngsten Team und den »besten Fans der Liga«, wie immer wieder betont wurde. Fotos: zVg/Martin Pröll  |  NOEN, Proellography
„Einfach nur geil.“ Gunners-Präsident Thomas Linzer fehlten bei der Meisterfeier am vergangenen Sonntag die Worte. Und nicht nur ihm stand die Rührung ins Gesicht geschrieben – auch Manager Andreas Leitner hatte mit den Tränen zu kämpfen: „Dass sich nach dem kompletten Neustart zu Saisonbeginn diese Dynamik entwickelt, war nicht planbar.“

Und tatsächlich war die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte vor wenigen Monaten in weiter Ferne. Jetzt stehen die Gunners mit dem Double (Meister und Cupsieger) und allen möglichen Liga-Awards an der Spitze des österreichischen Basketballsports.

Chougaz: „Immer nur an sich glauben“

Kein Wunder, dass Landeshauptmann Hans Niessl bei der Meisterfeier Individualcoach Goran Patekar für Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil abwerben wollte: „Das schadet ihm sicher nicht“, lachte Niessl in Richtung seines potenziellen Nachfolgers.

Der meinte dann auch postwendend, dass „Vorbilder im Spitzensport wichtig sind, um in der Breite etwas zu bewegen“ und lobte die Organisation. Bei der bedankten sich auch Kapitän Jason Johnson und Headcoach Chris Chougaz, der immer an den Titel geglaubt hat: „Ich habe meinen Jungs immer gesagt, dass ihr Traum wahr werden kann, wenn sie nur daran und an sich glauben.“

Über die Zukunft von Chougaz und einiger Spieler will man sich im Verein erst nach den Feiern beschäftigen: „Das hat noch Zeit“, sagt Leitner. Was aber schon so gut wie feststeht ist, dass die Oberwart Gunners in der kommenden Saison auch auf internationalem Parkett für Furore sorgen wollen: „Die Mannschaft will spielen und mit der Hilfe unserer Partner Redwell und Unger Steel werden wir das vermutlich auch tun – ohne finanzielle Experimente“, gab Linzer bekannt.