Erstellt am 23. Januar 2016, 21:35

von Michael Pekovics

Gunners stürmten ins Cup-Endspiel. Das Endspiel um den Basketball-Cup-Titel lautet Gunners Oberwart gegen BC Vienna. Die Gastgeber aus dem Burgenland ließen WBC Wels von Beginn an nicht den Funken einer Chance und feierten gegen die Oberösterreicher einen 93:58-(43:22)-Kantersieg.

 |  NOEN, Pekovics/Fenz

Die Redwell Gunners Oberwart stehen nach dem 93:58-Sieg gegen Wels im Finale des Cup-Final Four. Die Mannschaft von Headcoach Chris Chougaz ließ von der ersten Sekunde an keinen Zweifel über den Sieger aufkommen - die Oberösterreicher hatten in keiner Phase des Spiels eine Chance gegen die starke Verteidigung der Heimmannschaft.

Die wurde lautstark von rund 100 Toga-Trägern des Fanclubs Blue-White Gunfire unterstützt. Wie berichtet hatte der Fanclub zur "Toga-Party" geladen, als Dank und auf Wunsch des gebürtigen Griechen Chougaz. Das Spiel selbst konnte erst nach kurzer Verzögerung gestartet werden, zuvor mussten die von der Decke hängenden Papierschleifen entfernt werden. Die Gunners-Fans hatten ihre Spieler nämlich mit sogenannten "stream shootern" begrüßt (siehe Video).

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Oberwart war von Spielbeginn an überlegen, sowohl defensiv als auch offensiv lief alles wie am Schnürchen. Was Punkte betrifft, sticht Chris McNealy besonders heraus: Der US-Amerikaner traf drei von drei Dreiern, 6 von 7 Zweiern und 9 von 10 Freiwürfen. Auch Liga-Topscorer Qunicy Diggs war so wie seine Kollegen Derek Jackson und Adomas Drungilas (alle 14 Punkte) in Spiellaune, glänzte dieses Mal aber eher durch schöne Vorlagen (7). Zum Ende des Spiels konnte Headcoach Chougaz sogar den ganzen Kader einsetzen.

„Ich bin heute sehr stolz auf meine Spieler, die Fans und das ganze Gunners-Team. Wir haben mit sehr viel Enthusiasmus gespielt und verdient gewonnen", lobte Chougaz. Und auch Chris McNealy war zufrieden: "Wir haben heute sehr gut gespielt. Zu Beginn war die gute Defense ausschlaggebend. Die Fans waren heute einzigartig. Und morgen wollen wir Geschichte schreiben und als erstes Team seit 14 Jahren den Heimfluch brechen.“

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In den vergangenen 14 Turnieren konnte nämlich noch keine Heimmannschaft den Cupsieg holen. Ausrichtende Vereine haben den Cup bei bisher 16 Anläufen (1998 bis 2001 und 2015 wurde auf neutralem Boden gespielt) lediglich zweimal gewonnen: Oberwart (1995) und St. Pölten (1996).

Die Gunners bekommen es im Finale mit Wien zu tun, das Kapfenberg in einem schwachen Spiel mit 83:65 besiegte. „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Wir tun alles, damit wir morgen fit sind. Da geht’s bei 0:0 wieder los", sagte Kapitän Stjepan Stazic. „Wir haben es vor dem Spiel schon befürchtet, dass wir gegen Wien zu wenig Offensivpower haben werden. Es ist ganz schwer Wien unter 80 Punkte zu halten, kämpferisch war die Leistung ok", analysierte Bulls-Headcoach Michael Schrittwieser.