Erstellt am 05. November 2013, 11:33

Hans Huber kickte wie ein Großer. 2. Liga Süd / Mit 69 Jahren trainierte die Wahl-Südburgenländer ORF-Legende Hans Huber beim SC Grafenschachen mit.

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Von Patrick Bauer

Vergangenen Donnerstag war es dann so weit. Als einer der Ersten verließ Hans Huber die Heimkabine des SC Grafenschachen. Wie es sich für einen „Profi“ gehört. Ein kurzes Händeschütteln mit den anwesenden Fans, ein paar nette Worte und schon ging es ab auf den Trainingsplatz, wo die „Hösche“ auf den Neuen wartete.

Schon als Huber noch in der Kabine weilte, war das Interesse groß. Ein extra aus der Steiermark angereister Fan meinte ehrfurchtsvoll: „Der kennt noch immer alle Aufstellungen aus dem Jahre Schnee.“ Für Huber, der viele, viele Live-Spiele kommentierte, natürlich Usus in seinem Geschäft. Nicht alltäglich ist aber, dass ein Reporter dann auch noch so gut kicken kann, wie es der Wahl-Grafenschachener beim Training der Kampfmannschaft bewies. Damit machte er seine „Drohung“ wahr, dass er, wenn es seine Zeit erlaubt, einmal mittrainieren würde. Technisch machte ihm kaum einer etwas vor.

Natürlich ist es für einen fast 70-Jährigen nicht immer leicht, alle Übungen voll mitzumachen. So gibt es doch Mängel in der Schusstechnik, die er aber mit unglaublicher Übersicht und Beid-Beinigkeit wieder wettmacht. Beim vier gegen vier war er treibende Kraft, dirigierte, lobte und wollte jeden Ball an sich reißen. Am Ende war es eine gelungene Aktion, bei der auch die Grafenschachen-Kicker ihre Freude hatten. Jeder wollte ein Foto mit der Reporter-Legende machen und sich verewigen.

Auch Trainer Herbert Oberrisser war von seinem „Gast-Spieler“ schwer angetan: „Wahnsinn, wie er mit fast 70 Jahren noch beinander ist.“Weitere Fotos: www.bvz.at