Erstellt am 26. Juni 2013, 00:00

Herz schlägt höher. 50.000 Starter / Die Stegersbacherin Ilse Gerersdorfer nimmt im August und September auf der Straße Rennen in Italien in Angriff.

Von Siegfried Prader

RADSPORT / Für das Stegersbacher Senioren-Radass Ilse Gerersdorfer (Klasse W 55+) – sie startet für den TSV Hartberg - stehen die Höhepunkte in diesem Jahr knapp vor der Tür und beide Großveranstaltungen gehen in Italien über die Bühne. Von 2. bis 11. August startet die EM-Zweite des Vorjahres bei den „World Masters Games“ in Turin, und die diesjährige Senioren-Weltmeisterschaft vom 18. bis 22. September steigt in Trento.

Es ist vor allem die Veranstaltung in Turin, die das Herz der 57-jährigen Stegersbacherin höher schlagen lässt. Rund 50.000 Starter in den diversen Sportarten nehmen diese Wettkämpfe im Vierjahresrhythmus in Angriff. Begonnen hat es 1985 im kanadischen Toronto und zuletzt war man 2009 im australischen Sydney zu Gast. Man kann hier also getrost von den Olympischen Spielen für die Seniorensportler sprechen. Nach einem viermonatigen Aufenthalt in Spanien, wo in erster Linie Grundlagentraining auf dem Programm stand, befindet sich die Vorbereitung nun in einer ganz heißen Phase. Und Gerersdorfer muss im Training, seit diesem Jahr, zweigleisig fahren, weil sie in Turin neben dem Straßenbewerb auch das Zeitfahren in Angriff nehmen wird.

Große Begeisterung nach der Umstellung 

„Es ist einfach eine neue Herausforderung und ich hoffe, mich dadurch zu einer noch kompletteren Radfahrerin entwickeln zu können“, beschreibt die Topathletin ihre Beweggründe. Auf die Frage, wie ihr die Umstellung gelungen ist, sprüht sie nur so vor Begeisterung: „Das ständige Fahren in Position taugt mir einfach. Natürlich muss ich hier permanent Druck geben, aber dafür wird man ja mit dem Speed belohnt. Kurz und schnell ist einfach das Beste für mich.“ Die Form scheint derzeit auf jeden Fall zu passen. Beim WM-Quali-Rennen in St. Pölten (Anm.: es gibt nur fünf in ganz Europa) holte sie vor einer Deutschen und einer Britin den Sieg. „Damit muss ich auf kein anderes Quali-Rennen mehr schauen und kann meine weitere Vorbereitung wie geplant durchziehen“, zeigt sich Gerersdorfer erleichtert, dass ihr die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, wo sie allerdings nur den Straßenbewerb bestreiten wird, gleich auf Anhieb gelungen ist.

Die Zielsetzung: „Unter die Top-Ten auf jeden Fall, insgeheim spekuliere ich natürlich auch mit einer Medaille“, legt sich Gerersdorfer die Latte hoch. Vom 16. bis 24. August wird man der Stegersbacherin in der näheren Umgebung auf die Beine schauen können, wenn in Hartberg die „Weltradsportwoche“ über die Bühne geht. Vor 25 Jahren war diese Veranstaltung von Hartberg nach Deutschlandsberg gewandert. 2013 kehrt sie in die Oststeiermark zurück.