Erstellt am 26. März 2014, 09:00

Hilferuf aus Stinatz. Antrag / Trotz des sportlichen Höhenflugs läuft es beim ASKÖ Stinatz finanziell nicht rosig. Jetzt soll die Gemeinde „aushelfen“.

Es wurde abgespeckt. Richtig abgespeckt. In der Winterpause wurde der Kader des ASKÖ Stinatz verschlankt und das nicht ohne Grund. Wie die BVZ schon längere Zeit berichtete, steht es finanziell nicht wirklich gut um den Verein.

Ein Anfang wurde gemacht

Die fetten Jahre in der BVZ Burgenlandliga zehren noch immer am Budget. Der Anfang – die Verschlankung des Kaders und eine Verjüngung – ist gemacht.

Jetzt geht es aber ans Eingemachte. Vor Kurzem stattete Obmann Gerald Koschitz gemeinsam mit einem Finanzberater Bürgermeister Andreas Grandits einen Besuch ab, mit der Bitte, der Gemeinderat möge Haftungen für die Außenstände des Vereins in unbekannter, aber – wie aus Insiderkreisen zu erfahren war – beträchtlicher Höhe, zu übernehmen.

Wortgefechte wegen Haftungsübernahme 

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung setzte Ortschef Grandits seinen Gemeinderat davon in Kenntnis und lieferte sich mit Vizebürgermeister Josef Kreitzer – der bis zum Sommer unbezahlt das Traineramt beim ASKÖ übernommen hat – heftige Wortgefechte.

Kreitzer wolle nicht in den Funktionärsbereich eingebunden werden. „Das ist eine Sache zwischen dem Vorstand und dem Bürgermeister. Ich konzentriere mich auf die sportliche Ebene“, so der Trainer der Stinatzer.

Ortschef Grandits hingegen fühlt sich vom Sportverein unter Druck gesetzt und hat an die Aufsichtsbehörde eine Sachverhaltsdarstellung eingereicht, um die „horrende“ Haftungsübernahme zu prüfen. „Der Sportverein bekommt, wenn man alles zusammenrechnet, rund 10.000 Euro pro Jahr von der Gemeinde, das ist genug. Wirtschaftlich und auch politisch ist diese Haftungsübernahme nicht vertretbar“, sagt Grandits. Obmann Gerald Koschitz war trotz mehrmaligem Versuchen nicht erreichbar.