Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

„Ich hatte keine große Erwartung“. Auswärtssieg / Güssings Trainer Helmut Gallaun täuschte sich: Seine ersatzgeschwächte Truppe siegte in Klagenfurt mit 3:1.

Kompakt trotz vieler Ausfälle: Die Güssinger Damen-Mannschaft bewies am Wochenende in Klagenfurt, dass sie über ein starkes Kollektiv verfügt und setzte sich auch ersatzgeschwächt beim abgeschlagenen Schlusslicht der 2. Volleyball-Bundesliga letztlich deutlich mit 3:1 durch.Daniel Fenz  |  NOEN
Von Daniel Fenz

VOLLEYBALL / KLAGENFURT/GRAFENSTEIN - GÜSSING 1:3. Stark dezimiert – mit sechs Spielerinnen im Gepäck – reiste Trainer Helmut Gallaun mit seinem Team zum abgeschlagenen Schlusslicht nach Klagenfurt. „Es war nur eine Stammspielerin mit, daher hatte ich keine große Erwartung“, so Gallaun. Der erste Satz ging daher fast schon erwartungsgemäß verloren. Doch dann passierte für den Coach ein kleines Wunder. „Ich dachte mir, in einer halben Stunde ist das Match aus. Aber dann wandte sich das Blatt.“ Die Güssinger Damen machten 14 Punkte und gewannen den Satz. Im dritten Satz verletzte sich die Klagenfurter Aufspielerin beim Stand von 20:20. „Wir bewiesen Geduld, das war unsere große Chance.“ Bemerkenswert: Das alles gelang mit einem niedrigen Altersdurchschnitt …

Güssing kann ihre Heimstärke ausnützen 

Das älteste Mädchen war 22 Jahre. „So ein Durchschnittsalter in einem Meisterschaftsspiel gab es noch nie.“ Im letzten Spiel am Samstag gegen die Wildcats aus Klagenfurt muss Helmut Gallaun ebenfalls mit einem kleinen Kader zurechtkommen. „Gegen die Wildcats sind einige Spielerinnen bei einem Skikurs. Dafür kommt Judith Gibiser nach ihrer Verletzung retour. Nachdem wir bereits in den Aufstiegs-Play-off-Spielen stehen, kann uns auch bei einer Niederlage nicht mehr viel passieren.“

Dort rechnet sich Gallaun dann durchaus gute Siegchancen aus. Bei den Aufstiegsspielen zur 1. Bundesliga Damen finden von den zehn Partien fünf Spiele in Güssing statt, wobei die Damen ihre Heimspielstärke ausnützen wollen.

„Ob wir nach Innsbruck oder Vorarlberg fahren müssen, steht noch nicht ganz fest. Die Mannschaften treffen am Wochenende im letzten Spiel in der Gruppe West aufeinander. Dort können sich nochmals die Ränge eins und zwei ändern“, meint Gallaun.