Erstellt am 04. April 2012, 00:00

„Ich wollte schnuppern“. MOUNTAINBIKE / Ex-Radrennfahrer Rene Haselbacher bewältigte das schwere Etappenrennen in Südafrika auf Rang 22.

Herausforderung in Südafrika. Unterwarts ehemaliger Radprofi Rene Haselbacher (hinten) und Renay Groustra (vorne) bei der Cape Epic in Südafrika. ZVG/Nick Muzik/Cape Epic/Sportzpics  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Am Sonntagabend endete das größte Mountainbike-Etappenrennen der Welt. Unter den Startern des „ABSA Cape Epic“ in Südafrika befand sich auch der Unterwarter Rene Haselbacher. Der Südburgenländer erzielte mit seinem Kollegen Renay Groustra in seiner zweiten Heimat den 22. Platz von 260 Zweierteams. Den Sieg holte sich Titelverteidiger und Mountainbike-Weltmeister Christoph Sauser mit Partner Burry Sander. Das Rennen führte über einen Prolog und sieben Etappen.

Ex-Radprofi Rene Haselbacher bestritt vor zwei Jahren sein letztes Straßenrennen. „Seit damals bin ich großer Mountainbike-Fan und mittlerweile auch schon zwei Mal die ‚Crocodile Trophy‘ in Australien gefahren. Mir gefällt einfach der Unterschied zwischen dem Straßenrennsport und Mountainbike – ähnlich wie die Formel I zum Rallyesport“, erklärt der Unterwarter.

Team kämpfte sich jeden  Tag sukzessive nach vorne

Als Comeback wollte er das Rennen aber nicht bezeichnen: „Ich wollte einfach nur wieder einmal Rennatmosphäre schnuppern. Und irgendwie habe ich jetzt alle großen Radbewerbe durch – von der Bahn-WM 1996 zu Olympia 2000 und meinen Tour de France-Starts bis hin zur Cape Epic“, so der in Südafrika lebende Südburgenländer. Das Cape Epic ist auch kein normales Mountainbike-Rennen. Es wird in Zweierteams gefahren. Haselbacher startete mit dem südafrikanischen Weltcup-Profi Renay Groustra. Im Laufe des Prologes und sieben schweren Etappen lief es für die beiden jeden Tag besser.

„Es waren harte Tage und viele Laufpassagen. Auch die Stimmung mit so vielen Zuschauern war der Hammer. Wir kämpften uns sukzessive nach vorne.“

Mit seiner Leistung war der 34-Jährige zufrieden: „Ich hatte mit diesem Ergebnis nicht gerechnet, vor allem deshalb, da ich nur drei Wochen Vorbereitungszeit zur Verfügung hatte. Aber mein Körper verkraftete die Anstrengungen nach 14 Jahren als Radprofi gut. Ich habe noch einen großen Rennmotor, der nur ein wenig eingerostet ist.“