Erstellt am 21. Dezember 2011, 00:00

Jason Johnson fehlt noch bis Mitte Jänner. FORMTIEF / Gunners gehen in Klosterneuburg 83:71 unter. Gründe: Katastrophale Wurfquote, schlechte Reboundarbeit.

KLOSTERNEUBURG - OBERWART 83:71. Die Gunners verlieren mit der Niederlage gegen Klosterneuburg den Anschluss an die Tabellenspitze. Das vor allem in der Anfangsphase extrem schnelle Spiel offenbarte schonungslos die derzeitigen Schwächen des regierenden Meisters: die niedrigen Trefferquoten und die mangelhafte Reboundarbeit. Während Klosterneuburg 45 Rebounds holte (31 defensiv, 14 offensiv), verbuchten die Gunners gerade einmal 29 (22 defensiv, sieben offensiv).

Vor allem die schwache Arbeit am Brett könnte auch weiterhin ein Problem sein. Denn wie Gunners-Manager Andreas Leitner im Gespräch mit der BVZ sagte, wird Kapitän Jason Johnson wohl doch noch länger als geplant ausfallen. „Die Verletzung von Jason, ein Muskelbündelriss, ist doch langwieriger als gedacht. Die ersten Gehversuche im Training mussten wieder abgebrochen werden.“

„Ausfall von Johnson soll  keine Ausrede sein“

Leitner rechnet damit, dass der Kapitän frühestens Mitte Jänner wird spielen können. „Aber das soll keine Ausrede für die Niederlage sein“, betont Leitner. „Unser Kader ist tief genug besetzt, das Team muss den Ausfall kompensieren.“ Leichter gesagt als getan – vor allem dann, wenn die Wurfquoten weiter auf einem derart niedrigen Niveau bleiben. Gegen Klosterneuburg fanden von 22 Versuchen jenseits der Dreierlinie gerade einmal fünf das Ziel (22,7 Prozent). Und auch die Trefferquote von der Freiwurflinie (54,5 Prozent, 12 von 22) war gelinde gesagt blamabel. „Mit solchen Wurfquoten kann man gegen kein Team gewinnen, schon gr nicht gegen ein gut eingespieltes, wie es Klosterneuburg ist“, seufzte Leitner direkt nach der Niederlage im Dukes Castle. „Dass die Leistung einiger Spieler indiskutabel ist, wissen wir. Aber ich bin mir sicher, dass sich die Mannschaft bald wieder anders präsentieren wird.“ Einzig Lukas Linzer und Nikola Gacesa stemmten sich vergeblich gegen die Niederlage. „Positiv ist, dass Linzer eine Talentprobe abgeliefert hat“, spricht Leitner die makellose Wurfstatistik des Eigenbauspielers an.

Heimspiel am Stefanietag  wird schwere Aufgabe

Alles in allem aber trotzdem keine guten Voraussetzungen für den Höhepunkt der Rückrunde am 26. Dezember: Schließlich kommt es im letzten Heimspiel des Jahres – Beginn ist um 19 Uhr – zum Duell gegen Vizemeister Gmunden, die wie auch schon in der Vorsaison Tabellenerster sind. „Wir sind derzeit im Eck und klarer Außenseiter, also können wir nur gewinnen“, sucht Leitner nach einem positiven Ansatz für das Spitzenspiel. „Wir werden mit sehr viel harter Arbeit wieder aus dem Tief heraus kommen, da bin ich mir ganz sicher.“

Vernard Hollins startete gegen Klosterneuburg gut und fiel dann ebenso wie die übrigen Gunners – ausgenommen Lukas Linzer und Nikola Gacesa – in ein tiefes Loch.PEKOVICS