Erstellt am 29. Juli 2015, 09:00

von Patrick Bauer

Jetzt wartet die Südstadt. Regionalliga Ost / Im ersten Spiel nach der Rückkehr in die Regionalliga Ost geht es für die Elf von Trainer Sandor Preisinger gegen die Admira Juniors. Ein hartes, aber kein unlösbares Los.

Einer der wenigen, die blieben. Viel Bewegung herrschte im Kader des SV Oberwart über den Sommer. Deshalb erwartet Obmann Michael Leitgeb »Startschwierigkeiten«. Mehr und mehr sollen Zvonimir Ziger (r.) und Kollegen aber zu einer Einheit werden.  |  NOEN, D. Fenz

Mit gemischten Gefühlen absolvierte der SV Oberwart seine letzten Probeläufe für den bevorstehenden Saisonstart. Beim Mitropacup in Csornai holte sich die Elf von Trainer Sandor Preisinger am Ende Rang drei. Während das Halbfinale gegen Csornai nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit knapp im Elfmeterschießen verloren ging, siegte man im anschließenden Kick um Platz drei gegen Celldömök klar mit 3:0.

„Für unseren Stand der Vorbereitung waren die Auftritte schwer in Ordnung. Prinzipiell aber eine sehr gute Veranstaltung und eine tolle Geschichte“, erklärte der Sportliche Leiter Franz Grandits.

Der Obmann erwartet „Startschwierigkeiten“

„Geschichte“ ist das richtige Wort, denn Mitropacup war gestern und am Wochenende steht schon der Saisonstart auf dem Programm. Es geht in die Südstadt zur Zweitauswahl der Admira, die mit extrem junger Truppe das neue Jahr bestreiten wollen. „Zu Beginn einer Saison ist es immer schwer zu sagen, wie die Teams aufgestellt sind, aber wir wollen punkten –  am Besten natürlich voll“, so Obmann Michael Leitgeb.

Alleine für die Moral wäre schon ein Zähler immens wichtig. Nach den großen Veränderungen, die vielleicht gar größer als eigentlich geplant ausfielen, braucht es positive Erfolgserlebnisse, um die Stimmung zu heben, die Kameradschaft zu fördern und die Integration der Neo-Kicker noch zu beschleunigen.

„Problemchen“ in der ersten Phase des Jahres

Dennoch warnte Leitgeb vor etwaigen „Problemchen“ in der ersten Phase des Jahres: „Ich glaube schon, dass es Startschwierigkeiten geben könnte und wir erst nach und nach zusammenwachsen. Es war am Ende ein gewaltiger Umbruch.“

Die Forderung gegen die Juniors ist unterdessen klar: Man darf die technisch versierten Kicker nicht ins Spiel kommen lassen und muss ihnen, wie es der Sportliche Leiter Grandits ausdrückte, die „Schneid“ abkaufen. Der gebürtige Stinatzer meinte weiter: „Solche Amateurteams sind immer sehr, sehr schwer einzuschätzen. Uns wird wohl eine junge, technisch starke Elf erwarten, die hohes Tempo gehen wird.“

Auch der Charakter wurde durchleuchtet

Es wird wohl immens viel Laufarbeit von Nöten sein, wobei schwer abzusehen ist, wie die Neuzugänge mit den Anforderungen zurechtkommen.

„Natürlich war die Vorbereitung nicht ganz optimal, da die Verpflichtungen erst spät zum Kader stießen. Wir müssen diese Woche jetzt optimal nützen und an einigen Stellschrauben drehen“, erklärte Grandits, dessen Funktionärsteam die Zugänge auf Herz, Nieren, aber auch Hirn prüften: „Wir haben auch charakterliche Einflüsse beachtet, wobei abzuwarten bleibt, wie es sich dann im Misserfolg darstellt. Ich glaube aber, dass es uns nach den uns möglichen Kriterien gelungen ist.“