Erstellt am 29. Dezember 2010, 00:00

Kohfidisch versucht’s ganz ohne Legionäre. BVZ BURGENLANDLIGA / Der Tabellenfünfte trennt sich von Attila Banfalvi und Nikica Srpak und vertraut auf die Jugend.

 |  NOEN
x  |  NOEN

VON ANDREAS KOLLER

„Beides sind Spieler, die wir schweren Herzens hergeben“, sagt Kohfidischs Sportlicher Leiter Josef Balaskovits über die Abgänge, „aber man muss einen eingeschlagenen Weg auch zu Ende gehen“. Seit Jahren ist der Verein bestrebt, eine Mannschaft mit lauter einheimischen Spielern aufzubauen. Nun ist die Vereinsleitung der Überzeugung, dass die Eigenbauspieler soweit sind, um ohne ausländische Verstärkungen in der BVZ Burgenlandliga bestehen zu können.

Daher werden der Innenverteidiger Attila Banfalvi und der Stürmer Nikica Srpak auch nicht durch Neuzugänge ersetzt, sondern aus den eigenen Reihen nachbesetzt. „Es gibt vier, fünf junge Spieler aus der U23, die in die Kampfmannschaft nachdrängen“, sagt Balaskovits. Für die Defensive sind das Michael Müllner und Franz Gupper, für die Offensive die Brüder Thomas und Hannes Polzer sowie Benjamin Hupfer. Außerdem ist nach seiner ausgeheilten Kreuzbandverletzung auch wieder mit Marcel Wölfer zu rechnen.

Der Weg der Jugend  birgt auch Risiken

Kohfidisch überwintert auf Platz fünf, der Vorsprung zur Abstiegszone beträgt aber nur sieben Punkte. Das Risiko abzurutschen und noch in den Abstiegskampf verwickelt zu werden, hatten die Verantwortlichen bei ihrer Entscheidung im Auge, aber Balaskovits gibt sich optimistisch: „Wir sind der Ansicht, dass unsere jungen Spieler durchaus in der Lage sind, diesen Punktepolster aufrecht zu erhalten. Die Mannschaft ist zwar auf dem Papier schwächer, aber von den Leistungen her wird sie es nicht sein.“

Der ASK Kohfidisch erhofft sich durch diesen Weg mit den Einheimischen auch ein noch regeres Zuschauerinteresse sowie einen Zulauf an jungen Spielern, „weil die sehen, dass sie bei uns eine Chance bekommen“, untermauert Balaskovits die Vereinsphilosophie.

Der Ungar Attila Banfalvi (r.) spielte jahrelang für den ASK Kohfidisch. Nun entschied sich der Verein „schweren Herzens“, den Routinier abzugeben. Auch der Kroate Nikica Srpak (l.) darf nicht mehr für Kohfidisch auf Torjagd gehen. Der Verein setzt im Frühjahr ausschließlich auf einheimische Spieler.

KOLLER