Erstellt am 18. Februar 2012, 21:18

Krampfhafter Beginn, glückliches Ende. BASKETBALL / Die Oberwart Gunners gewinnen das erste Spiel der Hauptrunde gegen Gmunden mit 70:65.

Aus dem angekündigten „Basketball-Leckerbissen“ wurde es zwar nichts, dafür war das Spiel Meister gegen Vizemeister extrem spannend und ausgeglichen. Die Gmundner Schwäne setzten sich zu Beginn ab, erst gegen Ende des ersten Viertels erholten sich die Gunners und holten auf. Zu diesem Zeitpunkt war Manager Andreas Leitner mit der Leistung der Blau-Weißen gar nicht zufrieden: „Keine Intensität, schlechte Wurfauswahl - das schaut nicht gut aus.“

Doch die Spieler belehrten ihn eines Besseren: Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel starteten die Gunners nach Seitenwechsel wie aus der Kanone geschossen ins Spiel und holten eine Führung von acht Punkten heraus. Gmunden kam erst Mitte des vierten Viertels wieder heran. Das Spiel wurde hektischer, zerfahrener, aggressiver. Nach mehreren absichtlichen Fouls auf beiden Seiten sah es drei Minuten vor dem Ende so aus, als hätten die Oberösterreicher an diesem Abend die stärkeren Nerven. Doch Vernard Hollins und Nicola Gacesa – die aus dem starken Gunners-Kollektiv noch heraus ragten – bewiesen sichere Wurfhände und erzielten die entscheidenden Punkte.

Bester Werfer an diesem Abend war Joey Shaw (17 Punkte), dahinter folgten schon Hollins und Gacesa mit je 13 Zählern. Kapitän Jason Johnson feierte ein eindrucksvolles Comeback: Er trug sich mit sieben Punkten und fünf Rebounds in die Statistik ein. Dass die Gunners trotz der schwachen Ausbeute aus der Distanz (nur einer von elf Dreipunktversuchen) den Sieg holten, lag an der Treffsicherheit vom Freiwurf: Oberwart traf fast 81 Prozent der Würfe, Gmunden hingegen nur etwas mehr als 60 Prozent.

Schon am Freitag geht es weiter, die Gunners gastieren beim Tabellenführer in Klosterneuburg. Und dann steht am Sonntag schon wieder ein (Derby)leckerbissen bevor: Die Güssing Knights kommen zum 3. Burgenlandderby dieser Saison in die Oberwarter Sporthalle.