Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Krimi der Sonderklasse ging an die Oberwarter. LANDESLIGA HERREN A / Beim vorletzten Spiel gewann die Kojnek-Truppe zu Hause gegen St. Margarethen knapp.

Durften wieder jubeln. Die Oberwarter Tennis-Cracks mit Klaus und Sohn Niki Kojnek, Christopher Prutsch, Wolfgang Schranz, Ladi Svarc, Uwe Hofstädter (hintere Reihe v.l.), Radek Kuchynka, Clemens Weinhandl und Björn Eichinger (vorne v.l.).DANIEL FENZ  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

OBERWART - ST. MARGARETHEN 5:4. Einen Krimi der Sonderklasse auf hohem Niveau sah man am Wochenende auf der Tennissportanlage des UTC Oberwart. St. Margarethen kämpfte noch um die letzte Chance den Titel zu holen und reiste daher mit drei Legionären in den Süden des Landes an.

Auf Nummer eins kämpfte der für Oberwart spielende Slowake Ladislav Svarc gegen seinen Landsmann Peter Miklusicak drei Stunden um jeden Punkt verbittert, ehe sich Svarc geschlagen geben musste.

„Ich wollte unbedingt gewinnen. Die Leistung war wieder ein Stückchen besser als in der vergangenen Woche. Doch mir fehlt noch das nötige Selbstvertrauen, um so ein Match zu gewinnen“, resümierte Ladi Svarc nach dem Spiel. Auf Nummer zwei gab der ehemalige Daviscup-Spieler Wolfgang Schranz auf Seiten der Oberwarter gegen den Slowaken Henrik Kula eine Galavorstellung, er siegte mit 6:3 und 6:2. „Das war schon ganz gut, aber es geht noch besser. Ich freue mich schon auf kommende Woche.“ Christopher Prutsch brachte den „Victoria Volksbanken UTC Oberwart“ mit einem 6:3 und 6:3 gegen Jürgen Jelleschitz mit 2:1 in Front. Diese Führung wurde durch Siege von Radek Kuchynka gegen Andreas Geschiel (6:2 und 6:3) sowie Clemens Weinhandl gegen den Slowaken Tomas Havel (6:3 und 6:1) auf 4:1 ausgebaut. In einem knappen Match unterlag Uwe Hofstädter seinem Gegner Alexander Schuster mit 3:6, 6:2 und 1:6.

Nach den Einzeln stand es somit 4:2 für Oberwart, dies sollte aufgrund der Abreise von Wolfgang Schranz – er musste zu seinem Klub nach Hamburg fliegen – und der St. Margarethner Doppelstärke kein beruhigender Vorsprung für die Oberwarter sein.

In der Tat verloren die Mannen rund um Mannschaftsführer Klaus Kojnek programmgemäß das erste Doppel mit Svarc/Eichinger ebenso glatt wie überraschenderweise auch das Dreier-Doppel mit Prutsch und Hofstädter. Beim Spielstand von 4:4 lag es nunmehr an Kuchynka/Weinhandl, die Kastanien noch aus dem Feuer zu holen.

Nach einem souveränen ersten Satz gegen die Paarung Jelleschitz/Havel entwickelte sich der zweite Satz zu einem besonderen Krimi. Im Tiebreak führten die Gäste bereits mit 5:0, ehe die Oberwarter Paarung mit ihrem sechsten Matchball das Tiebreak und somit auch das gesamte Match mit 14:12 für sich entschied.

„Eine super Stimmung bei unserem Doppel. Ich bin froh, dass wir zwei Routiniers die Nerven behielten“, jubelte der Oberwarter Clemens Weinhandl. Nachdem auch Neudörfl auf eigener Anlage sein sechstes Spiel in Folge gewann, kommt es am kommenden Samstag zum großen Finale. Ab 13 Uhr empfängt die Oberwarter Mannschaft auf eigener Anlage Neudörfl.

„Wenn die Teams wie erwartet aufstellen, erwarte ich mir ein ganz enges Match. Vielleicht wird dann der Heimvorteil für uns entschieden. Wer Tennis auf höchstem Niveau mit einigen aktuellen Profis sehen will, sollte sich dieses Spiel nicht entgehen lassen. Wir benötigen jede Unterstützung, die wir nur bekommen können“, erklärt Mannschaftsführer Klaus Kojnek abschließend.