Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Kroisegg legt Protest ein, Schiri wehrt sich. 2. KLASSE A SÜD / Wegen undurchsichtiger Situation beim 3:0 fechtet Kroisegg das Ergebnis gegen Mischendorf an.

Ungefährdet. Mischendorfs Wolfgang Graf (l.) hatte mit Martin Zapfel weniger Mühe als gedacht. Kroisegg legte aber nach dem Spiel Protest ein.  |  NOEN
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VON PATRICK BAUER

Es war die 33. Spielminute: Beim Spielstand von 2:0 gab es einen Freistoß für Mischendorf rund 20 Meter vom Tor entfernt. Peter Palkovits brachte den Ball flach zur Mitte und ein Kroisegger Spieler beförderte das Geschoß über die Torlinie. Dann herrschte Aufregung. Tor? Kein Tor? Oder Abseits?

„Mitten im Flug des Balls hat der Schiedsrichter gepfiffen und jeder hat gedacht, er gibt Abseits. Auf einmal nimmt er den Block und gibt das Tor“, schildert Kroiseggs Pressesprecher Horst Gruber die Situation und tobt: „Ein klarer Regelbruch des Schiedsrichters! Das hat unser Team durcheinandergebracht.“ Der Unpartei ische Daniel Djahani sieht die Sache so: „Ich habe auf indirekten Freistoß aufgrund eines zu hohen Beines eines Kroisegger Spielers entschieden. Der Ball ist dann ins Tor gelenkt worden und war mit vollem Umfang hinter der Linie. Weil der Ball aber zum Zeitpunkt des Pfiffes bereits hinter der Torlinie war, habe ich dann mit der linken Hand zum Mittelkreis gezeigt.“

Sofort nach dem Schlusspfiff legte Kroisegg Protest ein. Gruber: „Unsere Hoffnungen sind schon groß, dass wir recht bekommen.“ Beim Straf- und Meldeausschuss des BFV (STRUMA) hält man sich bedeckt, da ein genaues Protokoll noch nicht vorliegt. STRUMA-Verantwortlicher Karl Schmidt dazu: „Der Protest ist da, aber bis jetzt nur die Kurz-Version des Sachverhaltes. Jetzt müssen die Parteien einen ausführlichen Bericht machen und dann wird der Ausschuss dazu befragt.“ Wie die Chancen auf eine Neuaustragung sind? Schmidt: „Entscheidend wird sein, was der Schiedsrichter sagt. Momentan ist es schwer, ein Urteil abzugeben. Aber wenn er sagt, dass es ein Irrtum war, kommt es zu einer Neuaustragung.“ Schiedsrichter Djahani bleibt bei seinem Standpunkt und erklärt: „Ich werde das schreiben, über die Konsequenzen werden andere bestimmen.“ In Mischendorf sieht man dem Ganzen gelassen entgegen. Sektionsleiter Andreas Brunner: „Es war ein reguläres Tor, wobei den Kroiseggern der Pfiff zu früh war. Ich finde es nicht sportlich und das habe ich ihnen auch mitgeteilt. Ich hoffe, wir ersparen uns den Weg zur STRUMA.“