Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Märchen wurde wahr. MEISTER! / Grenzenloser Jubel nach dem ersten Meistertitel der Clubgeschichte. Dabei schien im ersten Viertel schon alles vorbei.

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17:2 führte Gmunden nach nur sechs Minuten des ersten Viertels. „Da habe ich mir schon überlegt, was ich sage, warum es wieder nichts mit dem Titel geworden ist“, lächelte Manager Andreas Leitner am Sonntag zufrieden. Der Umschwung begann – wieder einmal  – durch ein Technisches Foul von Headcoach Neno Asceric. Die Spieler wurden wach, kämpften sich Punkt um Punkt heran und legten ihr ganzes Herz auf das Parkett.

„Für uns gab es nur  noch eines: Kämpfen!“

„Für uns gab es dann nur noch eines: Kämpfen bis zum Umfallen“, beschrieb Hannes Artner die Stimmung der Mannschaft. Tatsächlich stieg die Intensität in der Verteidigung, das Zittern der Wurfhand in der Offensive verschwand.

Zur Pause noch mit elf Punkten im Rückstand, holten die Gunners Punkt um Punkt auf – vor dem Schlussabschnitt lag Gmunden nur noch mit einem Zähler in Führung. Die letzten zehn Minuten der aktuellen Basketball-Meisterschaft waren dann an Spannung nicht mehr zu überbieten.

Im letzten Viertel führte  Hollywood die Regie

Zuerst das zweite Technische Foul gegen Asceric, weil er reklamierte, dass nur vier Gunnersspieler am Feld stehen – in Folge weigerte er sich minutenlang, die Halle zu verlassen. Erst durch die Überredungskünste von Präsident Thomas Linzer stellte sich Asceric neben seine Tochter in eine Ecke – und gab via Teammanager Horst Leitner und Spieler Georg Florian Anweisungen an Assistantcoach Goran Patekar. Deswegen legte Gmunden Protest ein, der aber dann wieder zurück gezogen wurde. Dass das Märchen vom Meistertitel dann schlussendlich wahr wurde, war vor allem Bernd Volcic und Kelvin Parker zu verdanken. Der „Launge“ traf den letzten Wurf aus dem Spiel und den letzten Freiwurf, zuvor bewies Parker Nerven und traf vier Mal von der Linie.

Von Donnerstag bis  Sonntag wurde durchgefeiert

Dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr: Spieler, Funktionäre und Fans lagen sich in den Armen, neben Sekt und Bier flossen Tränen, der erste Meistertitel in der Geschichte der Gunners war perfekt. Mit dem Schlusspfiff begann das Feiern – und bis Sonntag wurde nicht aufgehört (siehe Bilder auf den Seite 28 bis 31).

David Gonzalvez (r., Enis Murati l.) war mit 15 Punkten bester Werfer im fünften Finale.

PEKOVICS