Erstellt am 14. August 2013, 00:00

Medaillen erobert. Souverän / Die Stegersbacherin Ilse Gerersdorfer räumte bei den „World Masters Games“ zwei Gold- und eine Silbermedaille ab.

Präsentierte stolz ihre Medaillen. Die Stegersbacher Senioren-Hobby-Sportlerin Ilse Gerersdorfer. Foto: Prader  |  NOEN, Prader
Von Siegfried Prader

RADSPORT / Das Stegersbacher Radsenioren-Ass Ilse Gerersdorfer (Klasse 55+) räumte bei den „World Masters Games“ (Olympische Spiele für Senioren) in Turin (Italien) mächtig ab. Gleich mit drei Medaillen im Gepäck kehrte die 57-Jährige ins Südburgenland zurück, zwei davon glänzen sogar in Gold.

Schon der Auftakt verlief wie im Märchen. Gleich im ersten Bewerb, dem Kriterium, holte sich Gerersdorfer die Goldmedaille. Nach vier Runden zu jeweils 4,2 Kilometer hatte sie einfach die größeren Kraftreserven und setzte sich im Sprint gegen ihre Konkurrentinnen durch.

Gerersdorfer über die Goldene überglücklich 

„Unglaublich, meine erste Goldmedaille in meiner Karriere, ich bin überglücklich“, konnte Ilse im Ziel ihr Glück kaum fassen. Dabei war der Start beim Kriterium gar nicht geplant gewesen hatte eigentlich die ganze Konzentration dem Einzelzeitfahren sowie dem Straßenrennen gegolten.

Erst nach dem Kursstudium hatte sie sich kurzfristig zum Start entschieden. Im Zeitfahren über 10 Kilometer fuhr sie dann mit einer Zeit von 18:43 Minuten erneut ein sehr beherztes Rennen, musste sich aber der britischen Bahnspezialistin Sue Smith klar geschlagen geben (17:55).

Auch von Streckenverkürzung unbeeindruckt

Der abschließende Straßenbewerb stand zunächst unter keinem guten Stern. Vor dem Start ging ein heftiges Gewitter mit Starkregen nieder und neben einer Verzögerung kam es auch zu einer Streckenverkürzung, da ein Teilstück im Parco del Valentino nicht passierbar war.

Die Stegersbacherin blieb davon allerdings unbeeindruckt, enteilte gleich in der ersten von drei Runden mit einigen jüngeren Fahrerinnen dem Feld und setzte sich schließlich klar durch. Die zweitplatzierte Amerikanerin Catherine McNamara lag bereits vier Minuten zurück. Zu Hause wartete dann eine besondere Überraschung.

Nachbarn und Radsportfreunde hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und bereiteten der doppelten Olympiasiegerin mit einem Willkommenstransparent, einem liebevoll gestalteten Plakat sowie einer Luftballon-Strecke einen herzlichen Empfang.