Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

„Müssen mit Häme leben“. 2. LIGA SÜD / Rudersdorf muss runter. Noch vor fünf Wochen eigentlich undenkbar. Neuorganisation wird jetzt gestartet.

Rudersdorf (im Bild: Mario Novakovits) muss in die 1. Klasse.  |  NOEN
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VON PATRICK BAUER

Auf allen Sportplätzen herrschte am Samstag Verwunderung, als die Kunde vom Rudersdorfer Abstieg eintrudelte. „Wir müssen jetzt Charakter zeigen und mit der Häme aus den umliegenden Orten leben“, meint Rudersdorfs Klaus Pumm. Laut dem Sportlichen Leiter wäre es zu einfach, den Abstieg nur an einer Person, einem Spiel oder einem Schiedsrichter festzumachen: „Alle haben Fehler gemacht, Spieler, Vorstand, Trainer. Wir müssen jetzt eine Neuorganisation starten und einen kühlen Kopf bewahren.“

Eigentlich wurde nur für die 2. Liga geplant – hinfällig. Dennoch sieht es gut aus, dass viele Leistungsträger wie Sascha Klucsarits oder Marcel Fink bleiben werden. Pumm dazu: „Eigentlich wollen wir alles beieinander halten. Es steht sehr viel Arbeit an.“ Der Knackpunkt in einer jetzt am Ende miserablen Saison war die Heimniederlage gegen Kukmirn (1:2). Dort hätte man frühzeitig die Weichen Richtung Ligaerhalt stellen können. „Im Frühjahr hatten wir nur ein kurzes Hoch. Leider war dann Kukmirn auf einmal unbesiegbar“, hadert Pumm. Die Stimmungslage nach dem Schlusspfiff war verständlicherweise am Boden. „Die Köpfe waren unten. Jeder hat gezweifelt“, so Pumm.

Kein Mitleid gab es aus Eltendorf. Viel wollte Sektionsleiter Rainer Pummer nicht sagen, aber: „Ganze Woche bin ich blöd angeredet worden. Jetzt haben wir es sportlich entschieden und drei Punkte gemacht.“