Erstellt am 28. August 2013, 00:00

Muik: „Da sind sie dann zu gierig“. SV Güssing / Trotz Heimsieg über Forchtenstein will Obmann Martin Muik mit seinen neuen Legionären das Gespräch suchen.

Zu egoistisch. Trotz wirklich guter Szenen agierte Kristjan Brcic (M.) beim 2:1-Sieg in einigen Situationen zu eigensinnig. Foto: Bauer  |  NOEN, Bauer
Von Patrick Bauer

Es lief die Nachspielzeit. Kurz zuvor hatte Rainer Willisits den Güssinger Sportverein mit 2:1 in Führung gebracht, als der neue Legionär Kristjan Brcic alleine Richtung Forchtenstein-Tor lief. Neben ihm waren, mit Michael Kulovits und Marko Lozo, zwei Optionen mit dabei, die besser postiert waren.

Dennoch suchte Brcic den Abschluss und verfehlte das Tor um einige Meter. „Spiel doch auf“, so die Reaktionen aller GSV-Sympathisanten, die der Entscheidung des Kroaten, es auf eigene Faust zu versuchen, nichts abgewinnen konnten.

Coach nahm Szene dank positivem Spielausgang locker

„Das ist nicht entschuldbar. Die beiden hätte er einfach sehen müssen, aber da sind sie dann zu gierig“, kritisierte Güssings Obmann Martin Muik, „bei einem 2:1 kann immer noch etwas passieren“.In dieser Woche will der Verantwortliche deshalb ein Gespräch suchen. Mit einem kleinen Schmunzeln beobachtete Spielertrainer Hannes Winkelbauer die Situation.

Natürlich nur, weil es am Ende positiv ausging: „Als Defensivspieler verzweifelt man bei solchen Chancen. Hätten wir noch den Ausgleich bekommen, hätte ich ihn wohl erwürgt.“ Dennoch zeigt Winkelbauer auch Verständnis: „Klar, da muss man aufspielen, aber er hat eben noch kein Tor und das wurmt ihn.“


Besser als Vorjahres-Legionäre: „Das sind Raketen“

Und dennoch erweisen sich sowohl Brcic, als auch Lozo als klare Verstärkungen. Kein Vergleich zu den beiden Vorgängern im Frühjahr.

„Das sind Raketen“, so Winkelbauer über seine neuen Legionäre, die technisch, taktisch und auch spielerisch eine ganz andere Klasse mitbringen.