Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Nach Derbypleite: Antoni wird Vlaskalic-Nachfolger. TRAINERABLÖSE / Güssing verabschiedete nach Derbyniederlage gegen Kohfidisch den Trainer. Am Freitag wartet Oberwart.

VON ANDREAS KOLLER

Es steht Wort gegen Wort: Während GSV-Obmann Martin Muik versichert, dass Trainer Vladimir Vlaskalic das Traineramt zur Verfügung gestellt hat, wird dies vom scheidenden Coach dementiert. Vlaskalic behauptet, der Güssinger Vorstand habe ihn ohne Gründe zu nennen abgesetzt. „Von mir ist der Trainerwechsel nicht ausgegangen. Ich habe am Montag nach dem Parndorf-Spiel zwar gesagt, dass ich überlegt habe aufzuhören. In einem Gespräch mit Kapitän Hannes Winkelbauer haben wir uns dann aber geeinigt, dass wir zusammenbeißen und weiter an einem Strang ziehen. Ich habe nicht gesagt, dass ich gehen will.“ Dann soll dem Trainer aber ein Ultimatum gestellt worden sein. „Mir hat Obmann Muik gesagt, dass der Vorstand entschieden hat, dass ich bei einer weiteren Niederlage den Verein verlassen muss“, sagt Vlaskalic.

Muik schildert die Trennung anders: „Der Trainer wollte schon nach dem Parndorf-Spiel kündigen, da haben wir ihn noch mal überredet. Nach dem Spiel gegen Kohfidisch hat er gesagt, für ihn ist Schluss. Den Schritt zur Trennung hat er gesetzt.“ Fest steht für Muik jedenfalls: „Es hat sich ein bisschen auseinandergelebt.“

Gegen Oberwart erhofft sich  Güssing einen Trainereffekt

Ein Trainer-Nachfolger wurde in den eigenen Reihen gefunden. Der 43-jährige AHS-Lehrer Robert Antoni, Sportlicher Leiter des GSV-Nachwuchs und Nachwuchstrainer, übernimmt bis Meisterschaftsende interimistisch das Traineramt. „Bis zum Sommer schauen wir uns das an und dann werden wir uns noch mal unterhalten“, erklärt Obmann Muik. Neo-Coach Antoni geht mit Gelassenheit an seine neue Aufgabe heran: „Ich will in aller Ruhe vorgehen. Vielleicht gelingt es mir ähnlich wie in Kukmirn, dass ich die Mannschaft auf Vordermann bringe und sich alles zum Positiven wendet.“

Zum Einstand wartet auf den neuen Trainer gleich ein schwerer Gegner. Am Freitag müssen die Güssinger ins Informstadion nach Oberwart. Obmann Muik über den SVO: „Für mich ist das die Überraschung schlechthin, dass Oberwart so schlecht aus den Startlöchern gekommen ist. Vielleicht zeigt sich bei uns ein Trainereffekt.“ Genau davor warnt Oberwarts Manager Michael Benedek: „Ein Trainerwechsel ist für den kommenden Gegner immer schlecht. So etwas motiviert.“ Dennoch will Benedek seine Mannschaft zu Hause endlich wieder siegen sehen: „Zeit wird‘s, dass wir daheim wieder mal gewinnen.“