Erstellt am 07. Oktober 2015, 09:34

von Patrick Bauer

Nachspielzeit – und Oberwarts Ziger köpfte ein. Wenigstens nicht verloren - so das Credo beim SV Oberwart nach der Punkteteilung gegen Nachzügler Schwechat.

Dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Zvonimir Ziger (l.), der spät zum 3:3 traf, musste von Marc Farkas fast schon mit dem Lasso eingefangen werden. Foto: D. Fenz  |  NOEN, D. Fenz

OBERWART - SCHWECHAT 3:3. Die Vorfreude auf das Heimspiel am Freitagabend gegen den SV Schwechat war im Lager des SV Oberwart nach dem 3:2-Auswärtssieg in St. Pölten groß. „Dazu war die Erwartungshaltung riesig“, sagte auch Obmann Michael Leitgeb.

Am Ende musste sich der Aufsteiger mit einem Remis zufriedengeben. „Wir haben glücklich einen Punkt gemacht“, erklärte das Oberwarter Oberhaupt.

„Natürlich spricht es auch für eine gute Moral“

Das Spiel begann nicht wirklich gut für die Hausherren, die in Minute 20 in Rückstand gerieten, postwendend durch Innenverteidiger Jurica Pranjic ausglichen, aber zur Pause dennoch mit 1:2 zurücklagen.

„Aufgrund des Spielverlaufes müssen wir mit dem Zähler zufrieden sein“, so der Sportliche Leiter Franz Grandits, der anfügte: „Natürlich spricht es auch für eine gute Moral, wenn man dreimal hinten ist und dann doch noch mit zehn Spielern den Ausgleich markiert.“

Es war wieder einmal Emir Dilic, der kurz nach Seitenwechsel auf 2:2 stellte. Danach haderten die Hausherren mit dem Unparteiischen Gerstbauer, dem Obmann Leitgeb eine „katastrophale Leistung“ attestierte, der viele Gelbe Karten verteilte und zu allem Überdruss auch noch Emre Koca wegen einer Tätlichkeit unter die Dusche schickte.

In der Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig spannend, traf Marcel Kracher in Minute 86 zur Führung für die Gäste, die bis spät in die Nachspielzeit Bestand hatte. Dann folgte ein Freistoß, den Zvonimir Ziger per Kopf zum 3:3-Endstand nutzte. Leitgeb: „Mit einem Dreier wären wir in der Tabelle ganz woanders gewesen, aber es ist eben leider kein Wunschkonzert.“