Erstellt am 31. Juli 2013, 00:00

„Nicht die feine Art“ . 2. Klasse B Süd / Tobaj musste eine Ablöse für den Legionär Laszlo Tihamer zahlen. Der Neuzugang soll jetzt für Tore sorgen.

Richtung eingeschlagen. Tobajs Trainer Rainer Mittl (r.) zeigt seinem neuen Torjäger Laszlo Tihamer, wo es hingegen soll. Foto: Siegfried Prader  |  NOEN, Siegfried Prader
Von Siegfried Prader

Der ASV Tobaj/Hasendorf war neben den Dobersdorfern einer der Großeinkäufer der abgelaufenen Transferzeit und diese verlief bei der Mittl-Truppe turbulent. Zunächst traten Obmannstellvertreter Johann Mittl und Kassier Christian Mittl per eingeschriebenen Brief zurück.

Beide Seiten wollten in der Öffentlichkeit keine Schmutzwäsche waschen und sprachen lediglich von „unüberbrückbaren Differenzen bei den Transfergeschäften“. Den Kassier hat Dieter Malits übernommen, Rainer Szerencsics ist nun der Stellvertreter von Obmann Walter Maikisch. Noch mehr Zores gab es dann allerdings beim Transfer von Laszlo Tihamer. Der Ungar hatte von einer kostenlosen Freigabe gesprochen – davon wollte aber sein Ex-Klub Redlschlag nichts wissen.

Zielvorgabe: Ein Platz im oberen Drittel 

Die Tobajer mussten 2.600 Euro Ablöse berappen. „Das ist nicht die feine Art den Spielern gegenüber. Zu den getroffenen Abmachungen sollte man als Verein schon stehen“, ärgert sich der Tobajer Klubboss. In Redschlag sah Obmann Michael Brenner, der seit 5. Juli dieses Amt bekleidet, die Sache ein wenig anders: „Ganz so einfach ist das nicht. Wir haben uns sicher korrekt verhalten.“

Jetzt ist der Blick in Tobaj nach vorne gerichtet und man rechnet sich, auch dank der Verpflichtung von Tihamer, einiges aus. „Er ist ein Klassemann“, so Coach Rainer Mittl. Aber auch der von Ankerbrot geholte Kicker, Gabor Kocsis, hinterließ bislang einen starken Eindruck. „Ich bleibe vorerst bescheiden und sage, wir möchten vor allem die Heimspiele gewinnen.“

Walter Maikisch legt sich konkreter fest: „Ich glaube schon, dass sich der ASV Tobaj mit dem neuen Team im oberen Drittel der 2. Klasse etablieren könnte.“