Erstellt am 16. Januar 2013, 00:00

Oberwart? Danke, nein. Buchschachen in der Zwickmühle / Die Kooperation mit dem SVO wurde abgelehnt — ein neuer Obmann lässt sich weiter nicht finden.

Von Patrick Bauer & Daniel Fenz

Am vergangenen Samstag wurde bei der Generalversammlung in der „Buchschachener Dorfscheune“ über die Zukunft des SC Buchschachen diskutiert. Knapp fünf Stunden dauerte die Versammlung, die am Ende allerdings kein Ergebnis brachte.

Der alte Vorstand wurde entlastet – neue Funktionäre fand man aber nicht. „Es wurde sehr sachlich und ohne Polemik diskutiert. Es waren sehr viele Leute anwesend, aber das große Problem, neue Funktionäre zu finden, bleibt bestehen“, sagt Obmann Reinhard Ritter. Wie es jetzt weitergeht, steht noch in den Sternen.

Eine Kooperation mit dem SV Oberwart, wie zuerst angedacht, wurde von den Mitgliedern abgelehnt. Dies akzeptiert Ritter: „Die Mitglieder meinten, dass es keinen Sinn hat. Auch wenn der Vorstand dafür war, wollen wir keinem etwas aufschwatzen.“ In Oberwart hat man sich damit abgefunden. Manager Michael Benedek: „Das ist schon länger kein Thema mehr für uns.“

Am kommenden Samstag folgt die nächste Sitzung. Diese ist für 14 Uhr angesetzt und wird ebenfalls in der Dorfscheune abgehalten. „Wir wollten Zeit gewinnen“, so Ritter zum neuerlichen Treffen.

13 vorgeschlagene  Kandidaten – keiner will

Es gäbe einige Ideen, wie einen Neustart im Sommer in der 2. Klasse, aber auch eine sofortige Stilllegung steht im Raum. „Es ist alles offen. Man hat aber gesehen, dass viele Mitglieder sehr traurig über ein Aus wären, aber es lässt sich einfach kein neuer Vorstand finden“, sagt Obmann-Stellvertreter Heinz Lechner. Alleine für das Amt des Obmannes wurden zwischenzeitlich 13 verschiedene Kandidaten, darunter auch Noch-Obmann Ritter, vorgeschlagen. Alle lehnten ab. „Die Situation ist traurig. Ein Burgenlandligaverein, der ein positives Konto vorweisen kann, aber es gibt niemanden, der den Verein weiterführen will“, hadert Lechner.

Aber es fehlt nicht nur ein Oberhaupt, auch andere Funktionen sind unbesetzt. „Derzeit schätze ich die Chancen noch 50:50 ein, dass sich bis Samstag ein neues Team finden lässt. Es gibt sehr viele Leute, die wollen, dass es irgendwie weitergeht“, sagt Ritter.

Sollte sich ein neuer Vorstand bis Samstag finden lassen, steht dieser vor einer Herkules-Aufgabe, denn viele Spieler stehen vor dem Absprung oder sind schon bei neuen Vereinen. „Der neue Vorstand hätte noch knapp drei Wochen Zeit, eine Mannschaft zusammenzustellen. Und bei einigen fehlt sowieso noch der Stempel des abgebenden Vereins“, so Reinhard Ritter.