Erstellt am 23. Dezember 2015, 10:58

von Daniel Fenz

Oberwarter trennen sich vom Cheftrainer. Sandor Preisinger ist seit Dienstag nicht mehr Coach beim Traditionsklub. Nach langen Beratungen folgte dieser Entschluss.

Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst. Sandor Preisinger ist nicht mehr Trainer des SV Oberwart. Er möchte aber auch in der Zukunft mit voller Energie bei einem Verein im Südburgenland oder in der angrenzenden Steiermark als Trainer arbeiten.  |  NOEN

Der Aufstiegstrainer vom vergangenen Sommer Sandor Preisinger und der SV Oberwart gehen getrennte Wege. Am Dienstag war es nach langer Beratung des Vorstandes so weit und Preisinger wurde diese Entscheidung mitgeteilt. Im Guten, wie Obmann Michael Leitgeb versicherte: „Es war eine einvernehmliche Lösung. Wir wollen dadurch neuen Schwung in die Mannschaft bringen.“ Dabei war es zum einen die prekäre Tabellensituation – die Oberwarter überwintern als Letzter – und auch weitere „Kleinigkeiten“, wie Leitgeb sagte. „Kein Trainer hat einen Job auf Dauer.“

Auch Preisinger nahm gegenüber der BVZ Stellung: „Es stimmt, ich bin seit Dienstag nicht mehr Trainer des SV Oberwart. Einige Spieler haben sich beschwert, dass mein Training zu hart ist. In den letzten Monaten haben sich einige Dinge geändert, die bei einem Regionalligaverein einfach nicht passieren dürfen.“ Dazu soll noch Geld offen sein, wie der ehemalige ungarische Teamspieler ansprach: „Auf zwei Monate warte ich noch.“ Kein Drama, wie Leitgeb aufklärte: „Jetzt folgt die Auszahlung für den Monat November. Im Jänner würde dann das Gehalt für Dezember folgen. Nachdem der Vertrag aufgelöst wurde, bekommt er natürlich jetzt sein gesamtes Geld. Er hat seine Arbeit immer positiv erledigt.“

Wie es mit Preisinger in Zukunft weitergeht, ist offen. Klar ist, dass er gerne in Österreich arbeiten würde: „Egal ob im Südburgenland oder in der Steiermark. Ich glaube, dass ich in Oberwart erfolgreich war und das stimmt mich auch für die Zukunft positiv.“

Zur Entscheidung „gegen“ Preisinger äußerte sich auch der Sportliche Leiter Franz Grandits: „Es wurde entschieden, dass wir es jetzt auf eine andere Art versuchen. Natürlich hat Sandor große Leistungen erbracht. Es geht aber um den Sportverein Oberwart. Wir wollen mit der Mannschaft und dem neuen Mann noch den Klassenerhalt in der Regionalliga Ost erreichen. Ein Trainer wird einmal nach Punkten gemessen.“

Wer unterdessen neuer „Chef“ wird, soll in den kommenden Tagen geklärt werden. Das Oberhaupt: „Vor Weihnachten wird sich aber nicht viel tun, wobei wir erste Gespräche aufnehmen werden.“