Erstellt am 05. Oktober 2011, 00:00

Offensiv-Not bei Stinatz. BVZ-BURGENLANDLIGA / Bei der Barisits-Elf hadert man mit der Offensive. Der Trainer hofft auf Verstärkung in der Winterpause.

Bester Schütze. Der Mischendorfer Christoph Pomper - ehemals in der Austria Akademie - ist mit drei Treffern zusammen mit Dominik Unger bester Torschütze bei Stinatz.ARCHIV  |  NOEN
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VON PATRICK BAUER

„Es sieht ja jeder, wo Handlungsbedarf besteht“, sagt Stinatz‘ Trainer Norbert Barisits und meint seine Offensive, die auch gegen Kohfidisch über weite Strecken farblos blieb. Zurzeit steht mit Chris Kovacsits nur ein gelernter Stürmer im Kader. Der Trainer musste gegen Kohfidisch sogar U23-Betreuer Jochen Keglovits einwechseln. „Man kann nicht erwarten, dass wir um den Titel mitspielen“, so Barisits, „wir haben im Sommer insgesamt 53 Tore (mit Vorlagen) abgegeben. Da braucht man keine Wunderdinge erwarten“. Noch immer sind die Fußstapfen von Pinheiro und Milan Jankovic zu groß. Die Abgänge wurden nicht adäquat ersetzt. Barisitis: „Die Mannschaft verkauft sich gut, aber es ist schon ein gewisser Frust im Team vorhanden. Denn auch sie sehen, dass vorne die Qualität fehlt.“ Dabei hapert es eigentlich nur im Angriff. Die anderen Mannschaftsteile sind gut besetzt. „Bezeichnend, dass Christoph Pomper mit drei Toren, die meisten Treffer erzielt hat. Bis 30 Meter vor dem Tor können wir mit jedem Gegner mithalten. Nur ab dieser Zone fehlt es dann.“ Wenigstens feierte Goran Vincetic eine gelungene Rückkehr nach einer Verletzungspause. „Ein super Comeback. Er hat sich gleich mit einem Tor belohnt“, freut sich Manager Andreas Stipsits über die Leistung des ehemaligen Weizers. Dabei stand Vincetic nur drei Tage im Training, musste aber sofort in die Bresche springen, um zumindest einen Punkt zu retten.

Trainer Norbert Barisits hofft nun im Winter Verstärkungen zu bekommen: „Ich werde mich mit dem Verein zusammensetzen und mit diesem bereden, was möglich ist. Natürlich kostet das eine gewisse Summe, aber wenn der Verein keine unliebsame Überraschung erleben will, werden wir etwas machen müssen.“

Jetzt muss Stinatz zum Spitzenreiter aus Horitschon. Stipsits: „Es wird verdammt schwer. Aber auswärts spielen wir weit besser. Sie müssen uns erst einmal schlagen.“ Auch Trainer Barisits glaubt an die Auswärtsstärke seiner Mannschaft: „Sie haben sicher eine breite Brust, aber wir werden nicht vor Angst erstarren. Horitschon wird nicht sehr tief stehen. Ich bin zuversichtlich.“