Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

Potenzial ist da, nur derzeit gut versteckt. DOPPELRUNDE / Unnötige Niederlage in Klosterneuburg (79:72), erkämpfter Pflichtsieg gegen St. Pölten (70:65).

Gegen Klosterneuburg verloren die Gunners, hier mit Jason Johnson (Mitte), 79:72. Im Heimspiel gegen St. Pölten lief es für die Blau-Weißen besser. Mit einer kämpferisch starken Leistung erarbeiteten sich die Gunners einen 70:65-Erfolg. PEKOVICS  |  NOEN
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Nach drei Spielen der Rückrunde spitzt sich der Kampf um die Teilnahme am oberen Playoff (Hauptrunde eins) zu. Nur die ersten sechs Teams qualifizieren sich dafür, nach der unnötigen Niederlage gegen Klosterneuburg rutschten die Gunners erstmals in dieser Saison unter den Strich auf Platz sieben. Aber nur für eine Runde, denn gegen St. Pölten wurde der von Manager Andreas Leitner geforderte „Pflichtsieg“ eingefahren. Aber weil auch die Spieler wissen, dass „siegen müssen“ meist sehr schwer ist, entwickelte sich gegen St. Pölten ein Spiel, das schlussendlich nur über den Kampfgeist von den Blau-Weißen gewonnen wurde.

Nach tollem ersten Viertel  schlichen sich Fehler ein

Dennoch gab es Parallelen zur Auswärtsniederlage gegen Klosterneuburg. Wie auch schon am „Feiertagsspiel“ am 8. Dezember dominierten die Gunners nur das erste Viertel, danach folgte ein Einbruch mit vielen Eigenfehlern. Positiv zu erwähnen ist vor allem die gute Reboundarbeit der beiden „Twin Tower“ Bernd Volcic und Jason Johnson.

Dass man damit aber kein Spiel gewinnt, zeigte sich gegen Klosterneuburg. Obwohl sich Ex-Gunner Christoph Nagler – er ist das Um und Auf der Niederösterreicher – schwer verletzte und von Gunners-Masseur Hans Farkas sofort verarztet wurde, gelang es Oberwart nicht, das gute Ergebnis des ersten Viertels nach Hause zu spielen. Diese Niederlage dürften sich die Spieler zu Herzen genommen haben, denn gegen St. Pölten fanden die Gunners – obwohl spielerisch nicht berauschend – über eine kämpferisch gute Leistung den Weg zum Sieg. Zwar kamen die Niederösterreicher immer wieder bis auf wenige Punkte heran, doch Kelvin Parker, Joey Shaw und Hannes Artner hatten immer die richtige Antwort parat und konterten. „Man hat gemerkt, dass wir unter Druck gestanden sind. Wir haben nicht gut gespielt und viele Eigenfehler gemacht. Da es ein Pflichtsieg war, ist letztlich nur dieser wichtig“, meinte ein erleichterter Headcoach Neno Asceric nach dem 70:65-Heimsieg.

Das nächste Spiel der Gunners findet am Samstag, dem 18. Dezember, auswärts in Wien statt. Die Truppe rund um Stjepan Stazic bewies zuletzt ansteigende Form mit dem Sieg gegen Graz – für Oberwart sollte aber auch diese Begegnung in die Kategorie „Pflichtsieg“ fallen, will man unter die besten sechs Mannschaften kommen.

„Twin Tower“ Bernd Volcic überzeugte einmal mehr.