Erstellt am 16. März 2016, 09:38

von Daniel Fenz

Punkteabzug für Müller nicht logisch. Weil zu wenige Verbandsspieler am Spielbericht aufschienen, wurde das 2:2 in St. Martin mit 0:3 gewertet.

Bitterer Punktabzug. Weil zu wenige Verbandsspieler auf dem Online-Bericht aufschienen, wurde dem SC Kemeten das schon sicher geglaubte 2:2-Remis gegen St. Martin doch noch entrissen. Fotos: Daniel Fenz  |  NOEN, Daniel Fenz
Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Das musste der SC Kemeten zuletzt schmerzlich erfahren, denn das 2:2 in der Vorwoche bei Tabellenführer St. Martin wurde in ein 0:3 verwandelt.

Der Grund? Sektionsleiter Gerhard Lerch gab am Online-Spielbericht aus Personalmangel um einen sogenannten Verbandsspieler (ein Kicker, der insgesamt vier Jahre in Österreich gespielt hat) weniger als die Vorgabe an. So entschied der Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) den Kick 0:3 zugunsten St. Martins zu werten.

Müller: „Was ist der Sinn und Zweck?“

„Wir hatten elf Spieler am Feld, vier saßen auf der Bank. Ich muss das System schon hinterfragen, da ich mich im Endeffekt selbst anlüge“, sagt Trainer Bernhard Müller, der nicht irgend einen ausgefallenen (Kader)-“Phantom“-Spieler ins Online-System eintragen wollte.

Eine finanzielle Strafe wäre ihm jedenfalls „lieber“ gewesen als ein Punktabzug. „Was ist der Sinn und Zweck? Man ist jederzeit in der Lage das Meisterschaftssystem zu beeinflussen. Den Mausklick hätte man eigentlich vom System her gar nicht mehr machen dürfen.“

BFV-Sekretär Heinz Lautischer bestätigte: „Es kam mehrmals eine Fehlermeldung, dass der Verein zu wenig Verbandsspieler auf der Kaderliste habe. Diese Regelung steht in den Statuten und wurde von den Klubs beschlossen.“

Jetzt geht es für Kemeten jeddenfalls darum, die verlorenen Punkte gegen die Oberwarter 1b „zurückzuholen“. „Wir müssen zurück auf die Siegerstraße finden“, forderte Müller, den der Punkteabzug an sich trotzdem keine schlaflosen Nächte bereitet.