Erstellt am 07. Mai 2014, 12:06

von Patrick Bauer

Rehberger: "Das soll ein Denkzettel sein". 2. Liga Süd / Harald Rehberger legte am vergangenen Freitag sein Amt in Unterschützen zurück. Mangelnde Perspektiven als Grund.

Fehlende Perspektiven. Das war einer der Gründe, warum Harald Rehberger in Unterschützen das Handtuch warf. Foto: Bauer  |  NOEN, Patrick Bauer

Nach der 0:5-Pleite am vergangenen Donnerstag in Heiligenkreuz war es amtlich. Auch wenn die endgültige Entscheidung erst einen Tag später beim Training erfolgte, war klar, dass Harald Rehberger die letzten Spiele des SK Unterschützen nicht mehr auf der Betreuerbank sitzen wird. Der Riedlingsdorfer legte nach der Übungseinheit sein Amt zurück und teilte das dem Vorstand und auch seinen Spielern mit.

Zwei Gründe führten zum schnellen Aus

„Es gibt zwei Gründe für diesen Schritt. Der Erste ist einfach, dass wir keine konkurrenzfähige Mannschaft mehr hatten. In den letzten Spielen fehlten immer sechs, sieben Stammkräfte und die jungen Spieler in Unterschützen sind noch nicht so weit, das zu kompensieren. Ich habe mich in den letzten Wochen nur mehr aufgerieben und war ständig schlecht drauf. Weiters habe ich sehr wenig Perspektiven gesehen. Der Abstieg ist fixiert und so hatte das alles sportlich keinen Wert mehr für mich. Der zweite Grund ist, dass ich dem Verein einen Denkanstoß geben will. Sportliche Aspekte wurden zuletzt zu oft vernachlässigt. In der Winterpause sind Verstärkungen versprochen worden - gekommen ist praktisch niemand“, so der scheidende Trainer, der sich derzeit noch keine Gedanken über eine neue Aufgabe machte.

Obmann will Coach für seine „Jungspunde“ 

Die Vereinsführung nahm den Rücktritt zur Kenntnis. Gegen Güttenbach betreute der verletzte Spieler Davor Piskor die Elf. Das soll aber kein Dauerzustand sein, wie Obmann Hans-Werner Kirnbauer erklärt: „Wir müssen die Entscheidung von Harald Rehberger akzeptieren. Für uns heißt es jetzt ’Kopf hoch und weitermachen‘. Wir sind derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten. Klar ist, dass es einer sein muss, der mit jungen Spielern arbeiten kann und das auch tun will.“