Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Saison beginnt mit Derby. BLICK NACH VORN / In der kommenden Woche werden in einer Vorstandssitzung die Weichen für die neue Saison gestellt. „Neno hat oberste Priorität“, sagt Andreas Leitner.

Der Meistertrainer und sein »Terminator«. Bleibt zumindest einer? Bernd Volcic wird eine große Lücke im Team hinterlassen - die Weiterverpflichtung von Headcoach Neno Asceric wird auch davon abhängen, ob er ein Angebot aus dem Ausland erhält.MICHAEL PEKOVICS  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

Nach der Saison ist vor der Saison – das gilt auch für die Meistermannschaft der Oberwart Gunners. Zwar sind die Nachwirkungen der Meisterfeier quasi noch greifbar, hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen aber schon auf Hochtouren. „In der kommenden Woche haben wir eine Vorstandssitzung, dort werden wir einmal den grundsätzlichen Fahrplan besprechen“, hält sich Manager Andreas Leitner noch bedeckt.

„Abgang von Bernd Volcic  wird Lücke hinterlassen“

 

Fix ist, dass Bernd Volcic wie angekündigt seine Karriere beenden und sich in Zukunft seiner Ausbildung widmen wird. „Der Abgang von Bernd wird eine riesige Lücke hinterlassen – sowohl sportlich als auch menschlich“, weiß Leitner. „Das mit einem anderen Spieler auszugleichen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir müssen die Kaderplanung für die nächste Saison als Gesamtkonzept sehen, mit lauter kleinen Bausteinen.“ Und an diesem Konzept werde eben in der Vorstandssitzung gefeilt.

Der wichtigste Punkt für Leitner ist die Weiterverpflichtung von Meistertrainer Neno Asceric. „Das hat oberste Priorität. Wir werden bis Mitte Juni wissen, ob Neno uns als Coach erhalten bleibt oder nicht. Wenn er ein Angebot aus dem Ausland erhält, könnte es schwierig werden – Neno ist ein fantastischer Trainer“, weiß Leitner. Das wichtigste Ziel für den Manager ist, den Anteil an Oberwarter Spielern möglichst hoch zu halten. Gerüchten zufolge sollen bereits einige Österreicher anderer Mannschaften bei den Gunners angefragt haben, weil sie unbedingt unter Asceric spielen wollen. Bestätigen wollte Leitner das aber nicht.

Fix ist, dass die Verträge von Hannes Artner und Hannes Ochsenhofer ausgelaufen sind. „Wir haben bereits Gespräche bezüglich einer Verlängerung in Angriff genommen“, lässt sich Leitner in die Karten blicken. Auf Flügelspieler Joey Shaw gibt es eine Option bis zum 15. Juni. „Das ist alles Thema in der Vorstandssitzung“, winkt Leitner ab. „Wir werden klären, ob wir die Option nützen oder nicht.“ Erfahrungsgemäß werden die US-amerikanischen Spieler wie Kelvin Parker, Tyrone Sally und David Gonzalvez jetzt testen wollen, wie hoch ihr neuer Marktwert als Meister ist. „Sie werden sicher versuchen, in besseren Ligen unterzukommen, da können wir uns noch nicht festlegen oder gar mitbieten“, weiß Leitner.

Fixe Bestandteile für die kommende Saison sind aber Erik Frühwirth, Lukas Linzer und Georg Florian, der nach seiner Verletzung bereit für ein Comeback ist. „Wir sind mit der Entwicklung unserer jungen Spieler sehr zufrieden, erwarten uns aber in der kommenden Saison einen weiteren Entwicklungsschritt. Die Konzentration von Linzer und Frühwirth liegt jetzt aber auf der U20 A-Europameisterschaft in Spanien“, sagt der Manager. Die Vorbereitung dafür hat bereits begonnen. Auf Filip Krämer werden die Gunners wohl verzichten müssen, er hat Gerüchten zufolge bei den Kapfenberg Bulls unterschrieben.

Meisterschaft startet mit  Derby gegen Fürstenfeld

 

Die neue Saison beginnt am 24. September mit dem Supercup. Erstmals in der Geschichte der Liga wird dieser Titel in Turnierform ausgespielt, die Gunners treffen auf Erzrivalen Fürstenfeld. Im zweiten Spiel kämpfen Gmunden und Traiskirchen um den Finaleinzug. „Das ist eine tolle Sache“, freut sich Leitner. „Sobald die Ausschreibung für das Turnier draußen ist, werden wir uns sicher um die Durchführung bemühen.“