Erstellt am 16. September 2015, 11:04

von Daniel Fenz

Schiri in der Kritik. Jabings Funktionäre haderten mit Referee Manfred Niemansfreund – ein nicht gegebener Elfer erhitzte die Gemüter.

Erklärung. Schiedsrichter Manfred Niemansfreund zeigte den Jabinger Spielern, wo das Foul aus seiner Sicht passierte - außerhalb des Strafraums. Trotz Kritik gab es keinen Elfer für die Gäste. Fotos: D. Fenz  |  NOEN, D. Fenz

Aufregung gab es im Spiel zwischen Olbendorf und Jabing, das die Heimischen mit 2:1 für sich entschieden. Stein des Anstoßes waren zwei Entscheidungen von Referee Manfred Niemandsfreund, über die man sich im Lager der Gäste ärgerte.

„Schon ein sehr dubioser Elfmeterpfiff“

In der ersten Hälfte wäre nach Aussagen der Jabinger der Elfmeter von Olbendorf nicht zu geben gewesen. Jedenfalls sei das Vergehen klar außerhalb des Strafraums erfolgt.

„Das war schon ein sehr dubioser Elfmeterpfiff“, erklärte Jabings Sektionsleiter Michael Toth und führte weiter aus: „Grundsätzlich muss man fragen, ob es überhaupt ein Foul war und wenn es schon ein Vergehen war, dann war es sicher mindestens einen Meter außerhalb des Sechzehners.“

Sein Gegenüber, Olbendorfs Sportlicher Leiter Ronald Jallitsch: „Es war definitiv ein Foul. Ob dieses im oder außerhalb des Sechzehners passierte, weiß ich nicht.“

„Schade, dass es so aufgebauscht wird“

Auf der Gegenseite wollten die Jabinger ein Foul in und nicht außerhalb des Strafraumes gesehen haben – Niemansfreund entschied auf Freistoß. So erhitzten sich die Gemüter, bei denen sich die Gäste bei vielen engen Entscheidungen immer im Nachteil sahen.

uch die zu kurze Nachspielzeit oder die Verteilung der Gelben Karten (0:6) passte den Verantwortlichen bei der Elf von Trainer Herbert Bencsits nicht. Toth, der in der zweiten Aktion einen Jabing-Elfer haben wollte: „Wenn man gegen zwölf Leute spielt, kann man nicht punkten.“

Niemansfreund konnte gegenüber der BVZ der Aufregung nichts abgewinnen: „Ich habe nach dem Spiel ein Gespräch mit Schiri-Beobachter Eduard Freunthaller geführt und lasse mich auf so etwas nicht ein. Schade finde ich, dass diese Sache jetzt so von Jabings Funktionären aufgebauscht wird.“


Leserforum: „Wahrlich nicht sein bester Tag“

Zum Spiel Olbendorf - Jabing erreichte die BVZ folgende Leser-Reaktion (teilweise gekürzt):

Eines gleich vorweg: Niemand, kein aktiver Fußballer, kein Fußballfan, erwartet sich das Antreten von Profischiedsrichtern im burgenländischen Amateurfußball. Allerdings darf konstruktives, solides, nach den Regeln vorgehendes Handeln eingefordert werden. Dies alles wurde beim Meisterschaftsspiel zwischen Olbendorf und Jabing zur Enttäuschung aller Beteiligten vermisst. Schiedsrichter Manfred Niemandsfreund hatte wahrlich nicht seinen besten Tag, oder brachte ihn die Beobachtung von Kollegen Eduard Freunthaller so aus seinem Konzept?

Die Fakten: Strafstoßentscheid gegen Jabing in der 23. Minute. Das Foul war, auch laut Aussagen Olbendorfer-Beobachter, einen Meter außerhalb des Strafraums, sechs Gelbverwarnungen gegen Jabinger Spieler, dagegen null gegenüber der Olbendorfer Mannschaft. Aufgrund zahlreicher Spielunterbrechungen, vor allem auf Olbendorfer Seite, hätte eine wesentlich längere Nachspielzeit eingerechnet werden müssen. Zusammenfassend gesagt, eine schlechte Tagesverfassung, oder zu schwache Nerven des Unparteiischen kostet der Gastmannschaft zumindest einen Punkt […] Ich hoffe auf bessere Leistungen aller Fußballfamilienmitglieder.“

Günter Valika, Jabing